Wissen vom Leben:

Ich würde den Menschen wüschen, dass sie den Weg des Herzens gehen und diese persönliche Beziehung zu Gott fühlen. Aber was soll’s, ich habe noch nie von Jemanden gehört, der ohne Leiden diesen Weg gegangen wäre, Jesus hat uns ja auch diesen Leidensweg gezeigt und gesagt „folgt mir nach“, das heißt wohl oder übel auch sein Kreuz auf sich zu nehmen, ohne Leiden keine Heilung. Wahrhaft bewusste Gottmenschen sind dünn gesät.

Ja Angelika, diese Leiden sind nun mal LEIDER notwendig, um den Verstand von der Existenz des wahren Selbst zu ÜBERZEUGEN. Der Weg ist vom Prinzip nicht mehr, als den Verstand vom persönlichen Ich abzuziehen (das ICH „verhungern zu lassen, indem man sich nicht mehr darum kümmert) und zum wahren Selbst zu bringen. Der Verstand sagt auf Grund der Sinneswahrnehmung – ICH BIN Körper. Ich bin diese PERSON mit diesem NAMEN, diesen Eltern, diesen Geschwistern, und das ist MEIN Wissen, und das ist MEIN Besitz. Diese Überzeugung im menschlichen Geist ist das ICH-Bewusstsein. Das bewusste SEIN vom ICH. Alle Sinneswahrnehmung spricht DAFÜR! Dieses ICH, das eine Illusion ist, und NUR durch die materielle Sinneswahrnehmung entsteht, entwickelt nun aus den Trieben heraus (Selbsterhaltung und Arterhaltung) das BEGEHREN und VERLANGEN für sICH – und dieses ICH richtet seine Sinne nach den Begehren (das will ICH haben, das will ICH besitzen). Dieses Begehren ZIEHT den menschlichen Geist in die Materie, und BINDET ihn daran. Das ganze Leiden dient nun dazu, dem Verstand begreiflich zu machen, dass dieses alles VERGÄNGLICH ist – nicht beständig, der Wandlung und dem Zerfall unterworfen. Erst dann (wenn diese Vergänglichkeit erkannt wurde), kann sich der Geist auf die Suche machen nach dem UNVERGÄNGLICHEN, nach dem BESTÄNDIGEN. Das ist diese besagte UMKEHR – vom Materiellen in das Geistige. Das ist dann auch sICH oder sein Schicksal in Gottes Hände legen, und die Abkehr vom materiellen Streben. Der Anfang des Weges! Doch das ist wie erwähnt, zunächst nicht zu halten, denn die Sinneswahrnehmung ZIEHT den Geist durch Begehren und Anhaftung, immer wieder auf die materielle Ebene zurück. Darum beginnt hier die BEFREIUNG des Geistes von der Anhaftung an die Materie. Darum empfiehlt die Bhagavad Gita: Die Sinne von den Objekten zurück zu ziehen (wie die Schildkröte ihre Gliedmaßen in den Panzer zurück zieht) und nach innen (auf sein wahres Selbst) zu richten. Weiter sagt sie: Dass selbst ein Sinn fähig ist, den Geist hinweg zu reißen (also den menschlichen Geist wieder mit Begehren in die materielle Welt zieht). Das ist dann der besagte Kampf – diese Loslösung des Geistes von materiellen Bindungen, von geistigen Bindungen und von seelischen Bindungen. Damit sich letztendlich der menschliche Geist mit dem universellen Geist voll bewusst wieder VEREINEN kann. Dieser Weg ist ohne Zweifel „Leidvoll“, doch auch sehr abwechslungsreich mit großen Höhen und großen Tiefen. Wenn der Mensch seinen Geist von der materiellen Ebene zurück zieht, verliert er natürlich auch materielles (Reichtum, Freunde, Ehre). Darum wirst Du auch keinen geistig hochstehenden Menschen finden, der Reichtum besitzt. Bibel: Wahrlich – eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt. Das liegt eben daran, weil der Reiche noch geistig an seinem Besitz HAFTET und gebunden ist. Darum hast Du auch recht mit Deiner Aussage, dass die wahren „Gottmenschen“ dünn gesät sind, denn die Masse ist GEFESSELT in Ihrer persönlichen Ichvorstellung – an Besitz, an Familie und Freunde, an Position und Achtung. Für jede Loslösung erhält man aber seinen Lohn in vorm von Weisheit und Erkenntnis. Der „Schleier“, der das Selbst verdeckt wird immer dünner, und dadurch strahlt immer mehr LICHT aus dem Selbst in den menschlichen Geist. Der Buddha spricht dazu folgendes: So wie wenn eine Hand die andere Hand wäscht – soweit ZUCHT soweit WEISHEIT – soweit WEISHEIT soweit ZUCHT. Bhagavad Gita: In GLEICHEM Maße, wie Ihr euch MIR (Gott – Selbst) hingebt, werde ich Euch belohnen. Ich gebe da ein Beispiel vom gefüllten Wasserglas: In ein gefülltes Wasserglas kann man trotz Anstrengung keine Luft hinein blasen. Man muss ganz einfach das Wasser heraus nehmen, und in GLEICHEM Maße fällt die Luft automatisch in das Glas.

Man kann Weisheit und Erkenntnis nicht künstlich erzwingen noch durch ein Studium oder Anhäufung von Wissen erlangen. Nur durch Loslösung vom ICH und den materiellen Bindungen ist das zu erreichen.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.