Wissen vom Leben:

Die Angst nicht gut genug zu sein nicht liebenswert zu sein, hat mich auch lange geplagt.

Das dürfte Dein Hauptproblem sein. Nachdem ich Dein Lebensbericht gelesen hatte, fiel mir auf, dass Du immer Deine Zufriedenheit bei ANDEREN gesucht hast. Und weil Du das tust, glaubst Du, dass Du Andere zufrieden stellen MUSST, damit sie Dich achten, ehren und lieben. Im eigentlichen Sinne so, wie ich das bei meinen Chefs gesehen habe. Ich wollte immer meine Chefs zufrieden stellen, und wenn sie etwas kritisiert haben, war das für mich ein Tiefschlag, obwohl die Sache als solche fast unbedeutend war. Dann neigt man eben zum Perfektionismus, und will alles perfekt machen. Weil das nicht gelingt (denn wir sind Menschen und machen Fehler), fühlen wir uns mit der Zeit schlecht. Je höher unsere Ansprüche an uns selbst, um so schlechter fühlen wir uns, wenn wir uns diesem SELBST gestellten Anspruch nicht gewachsen fühlen. Das blöde ist eben, dass wir uns SELBST diese Ansprüche stellen - in unserer VORSTELLUNG. Wir glauben, der Andere ERWARTET das von uns, aber in Wirklichkeit sind es UNSERE Gedanken, dass der Andere es erwartet. Denn der Andere erwartet das vielleicht garnicht. Der Chef z. B. kann einen Steuerbescheid für eine Nachzahlung erhalten haben, und läuft muffig an mir vorbei. Sofort beziehe ich dieses auf MICH, und denke – habe ich etwas falsch gemacht? Doch das sind eben MEINE Gedanken! Oder Dein Freund ist mit einer Aufgabe beschäftigt, und beachtet Dich nicht. Schon kommt Dir der Gedanke – der liebt mich nicht mehr. Doch das sind DEINE Gedanken! So muss man eben lernen, GNÄDIGER mit SICH selbst zu sein, und an sich - SICH selbst nicht zu hohe Erwartungen - in Punkto Erfüllung der VERMEINTLICHEN Erwartungen Anderer - stellen. Natürlich geht das einher mit der Erwartungshaltung gegenüber dem Anderen – die zu mindern ist. (Der Chef muss nicht unbedingt freundlich sein und seine Zufriedenheit betonen – Dein Freund muss Dir nicht 3 mal täglich sagen, wie lieb er Dich hat). Wir sind nicht hier, um die Erwartungen Anderer zu erfüllen, sondern wir müssen UNS SELBST genügen. Dann GENÜGEN wir auch den Anderen.

©Demetrius Degen


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