Wissen vom Leben:

Manche Ängste kann man gar nicht richtig zuordnen, da sieht man wie hinterhältig und widersinnig solche Ängste oft sind und trotzdem hat man sie. Ist es unsere Aufgabe diese Ängste alleine zu bewältigen?

Ja sicher! Jeder hat seine EIGENEN Ängste, der Individualität des jeweiligen Menschen entsprechend. Wer großen WERT auf seine Schönheit legt, der hat Angst, diese Schönheit zu verlieren. Wer großen Wert auf seine Stimme legt, der hat Angst, seine Stimme zu verlieren. Wer großen Wert auf Sein Auto legt, der hat Angst, sein Auto zu verlieren. Wer großen Wert auf seinen Arbeitsplatz legt, der hat Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Wer großen Wert auf seine Berühmtheit legt, der hat Angst, diese Berühmtheit zu verlieren. Kurz gesagt, worauf DU ganz PERSÖNLICH einen BESONDEREN Wert legst, DA ist Deine Angst zu finden (die Ursache). Eine weit verbreitete Angst ist die Angst vor Ungewissheit. Diese Angst liegt zunächst in der Natur, wie jedes Tier das Unbekannte zunächst als seinen Feind ansieht. So ist auch der Mensch gewohnt an seine Umgebung, und wenn die Drohung entsteht, dass sich etwas ändern könnte, dann bekommt er Angst. Zudem bedeutet Veränderung für den Verstand (das „Gewohnheitstier“) eine Belastung, denn es erfordert auch ein UMDENKEN. Dagegen sträubt sich der träge Verstand. (der ewige Spruch: „Das haben wir doch immer so gemacht“.) Doch das ist die GERINGSTE Angst, welcher eben noch die geistig unflexiblen und trägen Menschen unterliegen – Angst vor Veränderung). Ein geistig Strebender hat damit eigentlich keine Schwierigkeiten. Doch bei den Unbewussten, gibt eine ganze Menge von Menschen, die leben STÄNDIG in Angst. Doch ist Ihnen diese Angst schon so zur Gewohnheit geworden, dass Sie gar nicht mehr wissen, dass sie überhaupt Angst haben – weil sie Ihren ZUSTAND (voller Angst) schon für ganz „Normal“ halten. Das sind Menschen, die ständig unter „DRUCK“ leben, doch diesen Druck schaffen sie sich SELBST. Das sind z. B. Menschen, die glauben, es jedem RECHT machen zu müssen, die nicht ertragen könnten, wenn einer etwas „Schlechtes“ über sie erzählen könnte. Alleine der Gedanke daran, verschafft ihnen schon große Angst. Oder Menschen, die von allen geachtet und geliebt werden wollen – diese suchen nach Anerkennung. Diese leben dann dauernd in der Angst, etwas falsch zu machen, auch dann, wenn es ihnen gar nicht BEWUSST ist. Alleine der Gedanke, von einem Menschen den man kennt, nicht geachtet zu werden, erzeugt die Angst. Dieses – der NORM entsprechen zu wollen, und Beachtung haben wollen, oder auch geliebt werden wollen, ist sehr weit verbreitet, und entspricht den unbewussten Menschen, die an sich Selbst hohe Erwartungen stellen, weil sie glauben, den Erwartungen der Anderen entsprechen zu müssen. Diese setzen sich Selbst unter Druck, der sich dann in unserer „Volkskrankheit“ Bluthochdruck und Herzinfarkt wiederspiegelt. Diese strenge sich dauernd an, und wenn sie nicht genügend Beachtung erhalten, die Ihren ERWARTUNGEN entspricht, setzen sie sich noch mehr unter Druck und strengen sich noch mehr an. Das Steigert sich dann, wenn man ganz bestimmte Menschen heraus sucht, denen man UNBEDINGT zu Gefallen sein will. Da gibt es z. B. den Chef, den man unbedingt zufrieden stellen will. Der strengt sich dann an. Chefs habe die Eigenschaft, immer mehr zu verlangen, (so werden sie heute trainiert) als sie eigentlich erwarten. Doch für den Menschen, der den Chef zufrieden stellen will, ist das pures „Gift“. Denn er strengt sich immer mehr an, bis er schlichtweg nicht mehr kann. (Selbst ein Porsche kann man nicht Tagelang auf Höchstgeschwindigkeit (Leistung) fahren). Wenn der Chef dann weiterhin gesteigerte Anforderungen stellt, bekommt dieser Mensch schlicht weg Panik und Angst, jetzt seinen Job zu verlieren – selbst dann wenn er für sich weiß – dass er sehr gute Arbeit leistet. Denn er sieht immer einen unzufriedenen Chef, den er aber unbedingt zufrieden stellen will. Auch dieser Mensch steht ständig unter Druck und Angst zu versagen, weil er in seiner Arbeit 1000%tig sein will. Ersichtlich ist, dass trotz allem „guten“ Handeln, eine unersättliche ERWARTUNGSHALTUNG (Anerkennung, Lob, Liebe) dahinter steht. Bei einer Erwartungshaltung ist dann nachzufragen: Von wem erwarte ich was, und WARUM erwarte ich es. Dann kommt man zum Beweggrund, also zu der eigentlichen URSACHE. Nehmen wir zunächst das Beispiel – jeden zufrieden stellen zu wollen. Hierzu sei gesagt, dass ein geistig strebender Mensch bei seiner Entwicklung immer weniger darauf achtet, ob er mit seinem Handeln (seiner Art) jemanden zufrieden stellt oder nicht. Denn er läuft immer weniger mit der Masse mit, und im Umgekehrten sortiert er immer mehr aus, mit wem er einen engeren Kontakt überhaupt noch will. Der lebt nicht mehr nach den Meinungen der ANDEREN, sondern er lebt nur noch nach SEINER Meinung, und die Anderen DÜRFEN sich zu ihm gesellen (Gleich zu Gleich gesellt sich gerne). Somit hat er immer weniger Angst, einem SEINE Meinung zu sagen, auch auf die Gefahr hin, einen Freund oder geliebten Menschen zu verlieren. Denn er weiß schon, dass er zuerst sich (sein wahres SELBST – nicht das EGO) zufrieden stellen muss, bevor er Andere zufrieden stellen kann. Er weiß, dass er zuerst sich SELBST lieben muss (mit sich Selbst zufrieden sein muss), bevor er Andere lieben kann. Wer nicht mehr glaubt, sich nach der Meinung Anderer zu richten müssen, braucht auch keine Angst mehr zu haben – vor Anderen. Nehmen wir das Beispiel Chef: Wenn ich einen Chef habe, der mich kontinuierlich unter Druck setzt, und seine Erwartungshaltung meiner Leistung gegenüber immer erhöht, dann habe ich einen denkbar „SCHLECHTEN“ Chef erwischt, der nicht fähig ist, meine Leistung entsprechend zu WÜRDIGEN. Dann kann ich denken: Er bezahlt mich gut, also kassiere ich Ihn ab, und wenn er nicht mehr will, suche ich mir etwas Anderes. Dieser Chef ist nicht zufrieden zu stellen, also brauche ich mich diesbezüglich nicht anzustrengen. Ich bringe Ihm die Leistung – Er bezahlt. Oder aber, ich suche mir gleich einen anderen Job – bei dem ich vielleicht etwas weniger verdiene – in dem ich aber meinen Chef zufrieden stellen kann, und ein vernünftiges Arbeitsklima herrscht. Wenn ich diese Entscheidung treffen kann, brauche ich auch keine Angst zu haben. Kritischer wird es, wenn ich keinen anderen Arbeitsplatz finde (sagen wir aus Altersgründen). Dann kommen wir automatisch zu tiefer verwurzelten Ängsten – die Existenzangst. Denn als Arbeitsloser geht mir eine Menge Geld verloren, und hier fängt dann der „VERZICHT“ an. Bin ich bereit, auf etwas zu verzichten, um mein Selbstwertgefühl zu bewahren, oder VERKAUFE ich mein Selbst, um einen Job zu erhalten. Siehst Du, ERST hier, fängt das eigentliche LOSLASSEN an. Denn hier entsteht die Frage: woran bin ich GEBUNDEN, und bin ich bereit darauf zu verzichten (wenn es so sein soll) oder nicht. Wenn man DANN noch dem Chef seine Meinung sagen kann, auch mit dem Risiko seinen Job zu verlieren, erst DANN ist man geistig „Reif“ geworden. Hier muss man eben diese tieferen Ängste überwinden, und zum unendlichen VERTRAUEN finden, egal, was in der materiellen Welt auch geschieht. Genau so wird man auch bei persönlichen Beziehungen vom Schicksal getestet. Auch hier bleibt bei aller Loslösung, irgendwann und irgendwo noch der wichtigste, und der geliebteste Mensch übrig, den man sICH vorstellen kann. Auch hier schlägt das Schicksal dann zu, und verhindert das Zusammen kommen, oder trennt das zusammen Sein. Diese Möglichkeiten sind so vielfältig wie die materielle Natur eben ist, und das Schicksal sucht genau die stärkste Bindung aus. Darum ist es müßig, sich eine Geschichte auszudenken. Doch man denke an Abraham, der seinen Erstgeborenen auf dem Altar opfern sollte. Auch hier wird sich bewahrheiten, ob der Mensch bereit ist, für Gott (sein wahres Selbst) alles aufzugeben, oder ob er sein Selbst verrät, um gerade DIESEN Mensche zu BEHALTEN. Du siehst auch, je stärker die Bindung (ob im persönlichen, im Finanziellen, oder im seelischen), um so größer ist dann auch die Angst, die zu überwinden ist. Bei der seelischen Angst, die ich noch nicht erwähnt habe, geht es um den STOLZ und um die EHRE. Auch hier muss der Mensch hindurch, und wird vielleicht verleumdet, verlacht und verspottet (wie es ja in der Jesusgeschichte gut geschildert wird). Ein Mensch, der so weit gekommen ist, und diese 3 HAUPTPRÜFUNGEN bestanden, und die Angst überwunden hat, keine Angst mehr. Denn er hat nichts mehr, das er verlieren könnte (auch wenn er alles besitzt), denn er ist FREI und UNGEBUNDEN. Der hat auch keine Angst mehr vor dem körperlichen Tod, denn er hat auf diesem Weg erkannt, dass es für sein wahres SELBST keinen Tod, sonder nur ewiges LEBEN gibt. Aber bitte VERSTEHE, dass diese geistige Entwicklung nicht von Heute auf Morgen geht. Die tief verwurzelten Ängste, werden dem Menschen erst dann BEWUSST, wenn er eben Geistig schon in diese TIEFE (Orpheus in der Unterwelt) eindringen kann. Man kann immer nur diese Ängste überwinden, die man gerade hat – und bei diesen Ängsten, ist nach der URSACHE zu suchen. Was ICH haben will (Eigennutz), oder was ICH nicht verlieren will (Bindung). Wenn man dann diese Dinge LOSLASSEN kann, ist auch die Angst verschwunden. Wie schon erwähnt, eine Angst ist nicht zu unterdrücken, denn sie taucht immer wieder auf – so lange die WURZEL (Ursache) noch vorhanden ist.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
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