Wissen vom Leben:

Wut sollte man doch nicht unterdrücken, denn sie kommt irgendwann geballt an die Oberfläche. Auch wenn ich weiß, dass ich loslassen sollte, überkommen mich doch immer wieder einmal Gefühle der Wut, speziell die Vergangenheit macht mir manchmal zu schaffen, das ist alles nicht so einfach und erzeugt dann automatisch wieder Schuldgefühle. So blödsinnig das ist, aber ich kann nur etwas loswerden, wenn ich es zuerst annehme ,oder ?

Du nennst es annehmen. Ich nenne es zulassen und natürlich sich Selbst eingestehen – ich bin wütend. Da haben wir doch wieder die Unterdrückung, die nichts nützt! Selbstverständlich müssen wir uns Selbst erst einmal eingestehen, dass wir fehlerhaft sind – BEVOR wir diese Fehler bekämpfen können. Wenn ich meine Fehler kontinuierlich negiere oder ignoriere (ich mach doch keine Fehler), dann gibt es auch nichts zu erkennen und zu bekämpfen – los zu werden. Es gibt Menschen, die sind sehr geschickt, wenn es darum geht, die eigenen Fehler zu vertuschen. Sie finden (auch für sich Selbst) alle möglichen Begründungen und Erklärungen, warum sie dieses und jenes getan oder nicht getan haben, und diskutieren Tagelang darüber, anstatt einfach einzugestehen: JA - ich hab ein Fehler gemacht. Auch das ist ein SELBSTSCHUTZ. Diese Menschen haben das Gefühl oder die Ansicht: wenn ich Fehler mache, bin ich SCHLECHT – oder böse (das kann sogar ein Kindheitserlebnis sein). Weil sie nun nicht „schlecht“ sein wollen, gestehen sie sich selbst und anderen gegenüber auch keine Fehler ein. Diese Art von Menschen muss einfach erkennen und verstehen, dass JEDER kontinuierlich Fehler macht, und dass NUR das Erkennen der Fehler und das sich dadurch ändern, zu geistigem Fortschritt führt. Die Fehler, die ich im Leben gemacht habe, sind nicht zu zählen. Doch ich kann eines sagen: „Ich habe nie den gleichen Fehler zwei mal gemacht“. (Natürlich nachdem ich etwas als Fehler erkannte). Das „Schlechte“ ist also nicht Fehler zu machen, sondern einen Fehler nicht als Fehler zu erkennen – oder wie Du sagst – annehmen, sich SELBST einzugestehen. Es wäre schön, wenn man sich das auch einfach nur zu wünschen brauchte, dass man nicht mehr wütend wird, aber so leicht wird es einem da nicht gemacht. Das sind dann eben diese besagten - FESTGEFRESSENEN - Denkgewohnheiten, die aus Kindheitserlebnissen stammen. Auf Grund dieser Denkgewohnheiten, entstehen einem immer wieder die gleichen negativen Gedanken – bei den entsprechenden Gelegenheiten. Ja, man muss sich damit ABFINDEN. (ist einfach gesagt, und schwer getan). Mit den schmerzhaften Erlebnissen aus der Vergangenheit. Doch dazu hilft eben diese Erkenntnis von den Gesetzen. Wenn man weiß, dass dieses Irdische Leben ein ABLAUF ist, gesteuert von Ursache und Wirkung, und dass man vergangenes nicht ändern kann, sondern nur das JETZT, dann hilft das schon bei der Bewältigung von schmerzhaften Erlebnissen aus der Vergangenheit. Man muss eben lernen, in größeren Regionen zu denken, dann wird EIN Leben zu einem Atemzug. Man muss wissen, dass diese Menschen in der Vergangenheit genau so in ihren Ansichten und Auffassungen nur von Ursache (Gegebenheiten) und Wirkung ABHÄNGIG waren - GEFANGEN in Ihren Vorstellungen. Dann kann man leichter verzeihen, und die Vergangenheit abschließen. Diese Unbewussten (mindestens 80%) handeln eben nach den UMSTÄNDEN, die sich ergeben, der Bewusste handelt nach Seiner ÜBERZEUGUNG. Es geht also darum, zu lernen, durch irdische Ereignissen, nicht mehr beeinflussbar, zu sein. Unerschütterlich seinen Weg gehen, und Freude und Leid, Glück oder Unglück, gelassen hinzunehmen.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.