Wissen vom Leben:

Gleichgültigkeit und Gleichmut sind bekanntlich nicht das selbe, aber ich würde gerne mehr über die Eigenschaften von Gleichmut erfahren.

Es gibt ein gutes Zitat - ich habe es aber nicht wörtlich: Der Herr gebe mir die Fähigkeit das zu ändern, was zu ändern ist, und die Kraft das zu ertragen, was nicht zu ändern ist - und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.
Mit Gleichmut, muss man also das hinnehmen, was unvermeidbar ist, aber man darf den Dingen nicht gleichgültig gegenüber stehen, die falsch sind - also die zu verändern sind. Was auf mich zukommt (an Schicksalsschlägen - Geldverlust, Freundesverlust, Ehrverlust) muss ich in Gleichmut hinnehmen, weil das Ereignisse sind, auf die ich keinen Einfluss habe und die ich auch nicht ändern kann. Was eben auch gleichbedeutend ist mit der Aussage des Jesus: Wenn Dir einer auf die rechte Wange schlägt, so reich ihm auch die Linke. Auch das wird oft falsch verstanden, und so aufgefasst, dass man sich alles gefallen lassen muss. Das ist natürlich ein Blödsinn. Sondern es geht darum, dass man keine Wut oder kein Hass aufkommen lässt. (Reaktion auf die Tat) Denn dadurch erzeugt man ein schlechtes Karma. Aber wenn mein Chef mich schlecht behandelt, kann ich das zwar erdulden in Gleichmut - ich kann aber auch sagen: Ich kündige. Diese Kündigung währe dann eben KEINE Gleichgültigkeit. Das wäre ein konsequentes Leben. Viele Menschen bleiben aber in dem Betrieb, ärgern sich jeden Tag, und erzeugen Wut und Hass auf den Chef. Die Nörgelei eines Kindes, muss man nicht gleichmütig hinnehmen - das währe Gleichgültigkeit. Denn die Nörgelei des Kindes ist falsch. Also muss ich das Kind auf den Fehler hinweisen. Wenn ich gleichgültig in meiner Arbeit bin, kann ich keine gute Arbeit verrichten. Gleichgültigkeit ist also immer falsch. Gleichgültig bedeutet für mich - es ist mir EGAL - interessiert mich nicht. Aber das Interesse muss man immer behalten, sonst kann man nicht richtig Handeln. Jede Handlung sollte man gewissenhaft und sorgfältig ausführen, und das Gleiche kann man auch von Anderen erwarten. Gleichmut bedeutet auch nicht – Faulheit oder Trägheit zu unterstützen oder zu erdulden. Auch keine Ungerechtigkeiten oder Missetaten hinzunehmen. Das ginge dann schon in Feigheit über. Bei Gleichmut geht es darum, das Unvermeidliche zu ertragen, und in erster Linie um das Schicksal. Insbesondere bei einem VERLUST, für den man nichts kann. So z. B. eine Kündigung des Arbeitsplatzes wegen Verleumdung (heute auch als Mobbing bezeichnet). Dabei geht es darum gegenüber dem Verleumder KEINE Wut und kein Hass aufkommen zu lassen, und die Kündigung des Chefs mit GLEICHMUT hinzunehmen. Wenn man aber selbst Chef ist, und ein Verleumder bringt Missgunst und Unruhe in den Betrieb, dann kann man als Chef diesen Verleumder sehr wohl kündigen. Dieses ist dann NICHT zu erdulden. Es kommt eben darauf an, in welcher Situation man sich befindet. Aus SEINEN Möglichkeiten die einem gegeben sind das Beste machen, und dort, wo man keine Möglichkeit hat, nicht unnötig kämpfe und streiten oder in Wut und Hass geraten – weil man nichts ändern kann. Zitat: Lerne zu Leiden ohne zu Klagen. Auch geht es beim Gleichmut darum, nicht nachtragend zu sein. Wie viele Menschen tragen über Jahre eine Wut oder ein Hass mit sich herum, weil ihnen irgendwann einmal ein Leid zugefügt wurde. Sie schleppen diese Wut mit sich, weil sie eine Ungerechtigkeit, eine schlechte Handlung, die sie nicht vermeiden konnten, der sie aus welchen Gründen auch immer AUSGELIEFERT waren, schon damals nicht mit Gleichmut hinnehmen konnten. Sie sind so sehr „verletzt“, dass sie nicht einmal nach Jahren diese Angelegenheit vergessen (bewältigen) können. Diese armen Menschen schaden sich durch Ihre Wut immer nur SELBST. Darum gehört zum Gleichmut auch ein VERZEIHEN. Besonders dann, wenn man nicht mehr in dieser damaligen ZWANGSLAGE ist, und sich gerne RÄCHEN will. Denn Rache bringt nur Fortsetzung des Leides.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.