Wissen vom Leben:

Gibt es nicht so etwas wie Urängste im Menschen ?

Nein!!! Urängste als solches gibt es nicht. Es gibt aber die Triebe (Selbstund Arterhaltung) welche Ängste hervorrufen bei Bedrohung oder Gefahr. Ansonsten gibt es diese Erfahrungswerte aus früheren Leben, die wir als „Karma“ mitbekommen. Da können schon tief verwurzelte Ängste aus früheren Leben – dort entstanden aus negativen Erfahrungswerten - mitgebracht werden. Doch beim Kind liegt das alles noch tief im Unbewussten. Erst der Jugendliche oder Erwachsene empfindet wieder diese Ängste, wenn er durch Sinnesberührung mit der Materie in Berührung kommt, und mit ähnlichen Erfahrungswerte konfrontiert wird. Ein Kind reißt einer Spinne noch die Beine aus - aus Neugierde. Erst wenn das ICH erwacht, kann die Abneigung vor Spinnen entstehen. Ein Kind geht also noch ganz UNBEFANGEN mit den Dingen um, da es sICH noch nicht mit dem ICH identifiziert. Alle weiteren Ängste entstehen erst aus der Lebenserfahrung. Genauer aus der Anhaftung an eine Sache. ICH bezeichne etwas als mein EIGENTUM, und schon entsteht die Angst dieses zu verlieren, wenn dieses Eigentum bedroht wird. Die meisten Ängste sind Verlustängste. Natürlich auch Todesangst (Triebe) und Angst vor Schmerzen. Es gibt tief verwurzelte Ängste, die aus Erfahrungswerten der Kindheit stammen können. Eine Misshandlung z. B. – dieses kann ein Kind noch nicht geistig verarbeiten, und darum wird dieses Ereignis (diese Erfahrung) tief ins Unbewusste verdrängt, wo es sich gewissermaßen fest frisst. Doch eigentlich dafür bestimmt, später – wenn der Mensch reifer ist – verarbeitet zu werden. Dort bleibt es, und erzeugt bei ähnlichen Gelegenheiten im späteren Leben diese Angst. Dabei ist es möglich, dass der Erwachsene dann selbst nicht weiß, woher diese Angst kommt. Jeder negative Erfahrungswert muss eigentlich geistig verarbeitet werden. Man muss aus dem Ereignis seine notwendige Erfahrung holen. Dann ist dieser Erfahrungswert (dieses Ereignis) Verarbeitet – das Problem bewältigt. Geschieht das nicht, setzt sich dieser Erfahrungswert im Unbewussten fest (man sagt auch – der Mensch VERDRÄNGT seine Ängste). Doch darum sind sie eben NICHT verarbeitet und erzeugen bei jeder passenden Gelegenheit (ähnliche Situationen) wieder Angst – die verdrängt werden muss. Jeder Mensch hat zumindest eine Angst, die er unbewusst verdrängt. Die ihm gar nicht bewusst ist, so lange das Ereignis nicht eintrifft. Doch bei der geistigen Entwicklung muss auch diese Angst über-wunden werden. Das best Beispiel bietet Hiob: Was ich am meisten fürchtete ist über mich gekommen. Bei Ihm war es die Krankheit. Er musste diese ERLEBEN (durchleben), damit er seine Angst davor überwinden konnte. Diese Angst ist nur durch das BEWUSSTE Durchleben zu überwinden. Indem man dann erkennt und versteht, dass diese Angst, die man immer mit sich schleppte, UNBEGRÜNDET war. Ein geistig strebender und bewusst lebender Mensch stellt sich seiner Angst. Er denkt so: Das ist also diese Angst. Wovor habe ich Angst, woher kommt sie, was ist die Ursache? Wer die Ursache erkennt, kann auch die Ursache beseitigen. Denn diese Ursache ist immer eine falsche Geisteshaltung – ein Anhaften, eine Abneigung. Sei diese Anhaftung auch nur der läppische Stolz. Der Stolz noch eine BEDEUTUNG haben zu wollen.

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.