Wissen vom Leben:

Gut und böse ist das nicht auch eine subjektive Auffassung, denn was ich vielleicht als böse erachte, sieht ein Anderer vielleicht nicht so. Es scheint mir unerlässlich für einen Menschen den Unterschied zwischen diesen Gegensätzen wahrzunehmen und zu verstehen, um dadurch richtiges oder falsches Denken und Handeln zuerkennen?

Ja richtig, gut und böse, schön oder hässlich liegt nur im Auge des BETRACHTERS. Es ist also NUR unsere Auffassung, die uns etwas als gut oder böse ERSCHEINEN lässt. Das Ziel ist aber, gerade KEIN Unterschied mehr zu „erkennen“ – wahr zu nehmen, für wahr halten. Bhagavad Gita: Wer Freud und Leid mit GLEICHEN Augen sieht - oder wer einen Goldklumpen und einen Kieselstein - mit GLEICHEN Augen sieht, der sieht die Dinge wie sie wirklich sind. Es gibt weder ein Mensch – der gut oder böse ist, noch eine Sache – die gut oder böse ist. Menschen können richtig und falsch HANDELN. Doch sind sie darum nicht gut oder böse, sondern sie unterliegen einer falschen oder richtigen VORSTELLUNG, aus der heraus sie handeln. Oder eine Mutter schimpft mit Ihrem Kind. Für das Kind erscheint das wie eine schlechte Handlung. Doch in Wirklichkeit dient das Schimpfen der Erziehung, um dem Kind zu verdeutlichen, dass es vielleicht falsch gehandelt hat. Der Mensch entwickelt Abneigung zu gewissen Dingen, die ihm unangenehm sind. Doch in Wirklichkeit ist ein Leid das dem Menschen widerfährt auch nur ein Hilfsmittel, um etwas zu erkennen oder zu verstehen. Die Sache Wasser ist weder gut noch böse – und doch ist es möglich, dass ein Mensch im Wasser ertrinkt, und für den verdurstenden in der Wüste ist ein Schluck Wasser lebensrettend. Gleiches gilt für Feuer. Mit Feuer kann man sich verbrennen, aber auch erwärmen. Alles kommt nur auf die NUTZUNG an, was der Mensch Selbst aus oder mit dieser Sache macht. Das gilt für die Nutzung der Atomkraft, wie für die Nutzung des Fernsehens. Was es auch ist, man kann es zum Nutzen verwenden, aber auch zum Schaden. Auch braucht der Mensch sowohl das „Gute“ als auch das „Böse“, so wie die Pflanze Sonne und Regen zum Wachstum braucht. Eine Pflanze würde nicht sagen (wenn sie könnte): „Ach – es regnet schon wieder“ – oder „Ach, ist das wieder heiß Heute“. Solche Unterscheidungen macht nur der Mensch auf Grund seiner Wahrnehmung, der Zu- oder Abneigung. Darum ist es auch falsch, das sogenannte „böse“ zu meiden. Ein Mensch, dem es immer nur „gut“ geht, und dem es an nichts mangelt, wird sehr schnell – selbst im größten Luxus – unzufrieden. Weil er (bildlich gesprochen) von der Sonne AUSTROCKNET. So muss der Mensch lernen, auch das vermeintlich „böse“ anzunehmen und nicht zu verdrängen – so wie es leider viele machen, die in Allem nur das vermeintlich „gute“ suchen, und das „böse“ nicht sehen wollen. Das sind Menschen mit „Scheuklappen“ vor den Augen. Diese Menschen können nichts lernen, und machen auch keinen geistigen Fortschritt. Denn das vermeintlich „böse“ ist für den Menschen - wie der Regen für die Pflanze – NAHRUNG (für geistigen Wachstum).

©Demetrius Degen


Für Menschen die mehr wissen und verstehen wollen, die ihren Geist beherrschen, und ihr Bewusstsein erweitern wollen, für diese sind meine Bücher geschrieben.
Der WEG zur Vollendung wird in diesen Büchern deutlich beschrieben, und wer dann noch Hilfe auf seinem individuellen Weg braucht, erhält diese gerne per E-Mail.