Home



Infos
Die Upanishaden (Vedantas)

Das Geheimnis des Selbst (Atman)

BÄU 1.4.20-22
20 Dazu sagt man nun: Wenn die Menschen meinen, daß sie durch das Wissen vom brahman zu allem (oder: zum All) werden können - wovon wußte dann erst das brahman, daß aus ihm das All wurde?‘
21 [Die Antwort:] Wahrlich, dieses Universum war im Anfang das brahman. Da erkannte dieses [brahman sein Selbst (sich selbst): Ich bin das brahman.‘ Dadurch entstand aus ihm das All. Daher, wer immer von den Himmlischen - ebenso: wer immer von den heiligen Dichtern, ebenso: wer immer von den gewöhnlichen Menschen - zur Erleuchtung gelangte, der wurde zu diesem.
22 ... Daher ist es auch heute noch so: wer weiß: Ich, bin das brahman‘, der wird zu diesem All. Auch die Himmlischen sind nicht imstande, ihm Schaden zu bringen. Denn er wird ja zu ihrem Selbst. Wer nun ein makrokosmisclies Element (z. B. Sonne, Himmel, Erde, Feuer) als etwas anderes verehrt, indem er meint: jenes ist ein anderes [als ich]‘, und Ich bin ein anderer [als es]‘, der ist unwissend. Wie ein Stück Vieh ist er für die Himmlischen. Wieviel Nutzen einem Menschen viele Stücke Vieh schaffen würden, so viel Nutzen schafft den Himmlischen jeder einzelne Mensch. Wenn auch nur ein Stück Vieh weggenommen wird, entsteht Ärger. Wie erst, wenn viele weggenommen werden. Deshalb ist es den Himmlischen nicht lieb, wenn die Menschen dieses wissen.

BAU 2.1.23
Wie wenn eine Spinne durch ihren Faden herausträte - wie kleine Funken aus einem Feuer heraustreten -, so treten aus diesem Selbst alle Lebenskräfte heraus, alle Welten, alle Himmlischen, alle irdischen Wesen, alle ,Selbste (Einzelindividualitäten). Seine mystische Verehrung lautet: Wahrheit der Wahrheit.‘ Die Wahrheit - das sind die Lebenskräfte. Das Selbst ist die Wahrheit der Lebenskräfte.

BAU 2.5.14
Dieses Selbst ist der Honig (die Essenz) aller Lebewesen. Alle Lebewesen sind der Honig dieses Selbst. Dieser aus Licht bestehende, aus Unsterblichkeit bestehende Mann (gemeint ist: die Seele) in diesem Selbst (gemeint ist: der Körper) und dieses Selbst (gemeint ist: das geistige Substrat der Identität) - dieses letztere Selbst ist dieser aus Licht bestehende, aus Unsterblichkeit bestehende Mann. Es ist die Unsterblichkeit, es ist das brahman, es ist alles. Wahrlich dieses Selbst ist der Oberherr aller Lebewesen, der König aller Lebewesen. Wie alle Speichen in der Radnabe und im Radkranz befestigt sind, so sind alle Lebenskräfte in diesem Selbst befestigt, alle Welten, alle Himmlischen, alle irdischen Wesen, alle Selbste‘. Das Selbst ist die Seele

ChU 3.13.7-8
7 Das Licht nun, das jenseits vom Himmel leuchtet, über allem, über jeglichem, in den allerhöchsten, höchsten Welten - wahrlich, das Licht, das innen im Menschen ist,. das ist dieses Licht.
8 Dieses Licht im Menschen nimmt man wahr, wenn man im Körper durch Berührung Hitze unterscheidet; dieses Licht vernimmt man, wenn man sich die Ohren, zuhält und dann etwas wie ein Rauschen, wie ein Brausen wie von flammendem Feuer erlauscht. Daher verehre man dieses innere Licht als ein wahrnehmbares und vernehmbares. Es wird ein Gerngesehener, einer von dem man gehört hat, wer so weiß (es so kennt).

BÄU 5.3
Der Hauch geht in den Wind, als das Unsterbliche; aber das Ende dieses Körpers ist Asche! om.

BÄU 6.1.17
In dieses Feuer opfern die Himmlischen den Menschen als Opferspeise. Aus diesem Opferguß entsteht ein [Seelen-] Mann von leuchtender Farbe.

ChU 4.14.3-15.1 4.14.3
Ich aber werde dir das verkünden (von dem es heißt): Wie an einem Lotosblatt das Wasser nicht haftet, so haftet an einem, der es so kennt, böses Handeln nicht.“ Der Ehrwürdige verkünde es mir!‘ Da verkündete er ihm: 15.1 „Das Selbst ist jener Mann, den man im Auge sieht‘, so sprach er, „der ist das Unsterbliche, das Ungefährdete, der ist das brahman.“

BÄU 4.3.7,12-15 7
„Was ist das Selbst?“ - „Dieser [Seelen-]Mann, der aus Erkenntnis besteht, das innere Licht in den Sinnesorganen, im Herzen ... Nachdem er zum Traum geworden ist, schreitet er hinaus über diese Welt, beschaut er, der nicht schläft, die schlafenden. ,Nachdem er den Samen sich genommen hat, kehrt er wieder an seine Stätte (in den Körper) zurück - ,Er, der goldene, seelenhafte Einzelganter.‘
13 Indem er durch den Atem den anderen Menschen (d. h. den Körper), sein Nest, schützt ,Und außerhalb seines Nestes (des Körpers) als Unstertrblicher umherstreift, Geht er, der Unsterbliche, wohin sein Wunsch steht ,Er, der goldene, seelenhafte Einzelganter‘
14 Indem er im Traumschlaf auf und nieder steigt, ,Schafft sich der Himmlische viele Gestalten Indem er mit Frauen sich ergötzt ,Und scherzt, als auch indem er Gefahren erlebt.‘
15 Seinen Aufenthaltsort (den Körper) sieht man; ,Nicht hat irgendwer ihn selbst gesehen.‘
Deshalb sagt man: Nicht wecke man einen, der sich angestrengt hat!‘ Ein schwer heilbarer Zustand entsteht dem, zu dem dieser [im Traum abwesende Seelenvogel] nicht rechtzeitig zurückfindet.
5 „... das himmlische Auge dieser Höchstseele ist der Verstand. Wahrlich, indem sie mit diesem himmlischen Auge, dem Verstand, die Wunschgegenstände sieht, die in der Welt des brahman sind, ergötzt sie sich.‘ Die Welt des brahman‘ ist die Welt der Erlösten, in die der, der das brahman kennt, eingeht.
6 „Die Himmlischen verehren dieses Selbst [das man suchen und zu erkennen trachten muß] als diese Höchstseele. Deshalb sind alle Welten in ihrem Besitz und alle Wunschgegenstände.
„Alle Welten erlangt der und alle Wunschgegenstände, der dieses Selbst fndet und erkennt.‘ So sprach Prajäpati. (VERSCHICKEN)

Die Erloesung

Die Erkenntnis: Das Selbst ist das brahman, führt zur Erlösung

ChU 3.14.1-4
1
Das brahman ist ja dieses All. ,Zur Ruhe gekommen (= wunsch- und leidenschaftslos) verehre man es in dem Wunsche-. Ich will es kennenlernen.‘
„Nun besteht ja der Mensch aus geistiger Kraft. Wie die geistige Kraft ist, zu der sich der Mensch in dieser irdischen Welt erhebt, so wird er, wenn er abgeschieden ist. So schaffe er sich geistige Kraft, (VERSCHICKEN)
2 für die die Erkenntnis bestehe (die der Erkenntnis fähig sein kann): ,Dieses Selbst in meinem Herzen besteht aus Denken, sein Körper ist der Atem, seine Gestalt ist Licht, seine Vorstellungen sind wahr, sein Wesen (,Selbst‘) ist der leere Raum ...
3 Dieses Selbst in meinem Herzen ist kleiner als ein Reiskorn, oder ein Gerstenkorn, oder ein Senfkorn, oder ein Hirsekorn, oder der Kern eines Hirsekornes; ,dieses Selbst in meinem Herzen ist größer als die Erde, größer als das Zwischenreich, größer als der Himmel, größer als diese Welten,
4 ihm gehören alles Handeln und alle Wünsche, alle Gerüche und alle Geschmacksempfindungen; es hat dieses All an sich gerissen; es ist ohne Rezitation und ohne Ehrfurcht.‘ ,Dieses Selbst ist das brahman. Zu diesem Selbst werde ich werden, wenn ich von hier abgeschieden bin.‘ „Gewißlich, es besteht kein Zweifel [hinsichtlich dieser Erkenntnis].‘
So pflegte gändilya zu sagen.

ChU 8.1.1-5
1 In dieser Burg des brahman, nämlich dem Körper, befindet sich ein kleiner Lotos, ein Haus. Darin ist ein kleiner leerer Raum. Was sich in diesem befindet, danach muß man suchen, das wahrlich muß man zu erkennen trachten.
2 Wenn man nun zu einem sagen sollte: „,In dieser Burg des brahman, nämlich dem Körper, befindet sich ein kleiner Lotos, ein Haus. Darin ist ein kleiner leerer Raum‘ - was läßt sich darin als das etwas, das man suchen muß‘, das man wahrlich zu erkennen trachten muß‘, auffinden?“
3 Dann soll er sagen: „Wahrlich, dieser Raum im inneren Herzen ist so groß wie dieser Raum. „Beide, Himmel und Erde sind innen darin untergebracht; beide Feuer und Wind; Sonne und Mond; Blitz und Gestirne. Was in dem Körper eines Lebewesens vorhanden und was nicht darin vorhanden ist, all das ist in diesem kleinen Raum untergebracht.‘
4 Wenn man nun zu einem sagen sollte: „Wenn in dieser brahrnan-Burg (dem Körper) dieses All untergebracht ist, alles Entstandene und alle Wünsche (d. h. alles Vorhandene und alles noch nicht Vorhandene) - wenn das Alter sie erreicht oder sie [mit dem Tod] zerfällt, was bleibt dann übrig, was den Körper überdauert?“
5 Dann soll er sagen: „Nicht altert dies (das Selbst - die Seele ) durch das Altern dieses Körpers, nicht wird es erschlagen, wenn dieser erschlagen wird. Die wahre Burg des brahman ist [nicht der Körper, sondern] dies (was sich in im befindet). In diesem sind die Wünsche untergebracht (d. h. alles noch nicht Vorhandene). Dies ist das Selbst, das vom Bösen befreit ist, das alterlose, todlose, kummerlose, hungerlose, durstlose, dessen Wünsche wahr werden, dessen Vorstellungen wahr sind . .

 

 

 

Counter