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Evangelium von Matthaeus (2/4)

Ueber das Fasten

14 Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer, und deine Jünger fasten nicht? 15 Jesus sprach zu ihnen.- Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. 16 Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reißt doch wieder vom Kleid, und der Riß wird ärger. 17 Man fällt auch nicht jungen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche kommen um. Sondern man füllt jungen Wein in neue Schläuche, so werden sie beide miteinander erhalten.

 

 

 

Des Jairus Tochter. Blutfuessige Frau

18 Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam einer von den Obersten der Gemeinde und fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist soeben gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. ig Und Jesus stand auf und folgte ihm und seine Jünger. 20 Und siehe, eine Frau, die zwölf Jahre den Blutfluß gehabt, trat von hinten zu ihm und rührte seines Kleides Saum an. 21 Denn sie sprach bei sich selbst: Könnte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. 22 Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau ward gesund zu derselben Stunde. 23 Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, 24 sprach er: Weichet! denn das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. 25 Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das Mägdlein auf. 26 Und diese Kunde erscholl in jenes ganze Land.

Zwei Blinde und ein Stummer

27 Und als Jesus von dannen weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrien und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich Unser! 28 Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. 29 Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. 30 Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus bedrohte sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! 3i Aber sie gingen hinaus und verbreiteten die Kunde von ihm in jenem ganzen Lande. 3z Da nun diese waren hinausgegangen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. 33 Und da der böse Geist war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwundene sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden. 34 Aber die Pharisäer sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch ihren Obersten.

Die grosse Ernte

35 Und Jesus ging umher in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und Predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheit und alle Gebrechen. 36 Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. 37 Da sprach er zu seinen Jüngern., Die Ernte ist gro,6. aber wenige sind der Arbeiter. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende.

Berufung der zwoelf Juenger

Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unsauberen Geister, daß sie die austrieben und heilten alle Krankheit und alle Gebrechen. 2 Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese- der erste Simon. genannt Petrus, und Andrcas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedäus Sohn, und Johannes, sein Bruder; 3 Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, des Alphäus Sohn, und Thaddäus; 4 Simon Kananäus und Judas Ischarioth, welcher ihn verriet.

Aussendung der Juenger

5 Diese zwölf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gebet nicht auf der Heiden Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte, 6 sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. 7 Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. 8 Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr‘s empfangen, umsonst gebt es auch. 9 Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben, io auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn der Arbeiter ist seiner Speise wert. x i Wenn ihr aber in eine Stadt oder ein Dorf geht, da erkundigt euch, ob jemand darin sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet. bis ihr von dannen zieht. 12 Wenn ihr aber in ein Haus geht. so grüßet es; 13 und wenn es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. 14 Und wenn euch jemand nicht aufnehmen wird noch eure Rede hören, so geht heraus von jenem Hause oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. 15 Wahrlich. ich sage euch: Dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es erträglicher gehen am Tage des Gerichts als solcher Stadt.

Mahnung zum mutigen Bekennen

16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. 17 Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten den Gerichten und werden euch geißeln in ihren Synagogen. i8 Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. ig Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 2o Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. 2I Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider ihre Eltern und ihnen zum Tode helfen. 2z Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis ans Ende beharret, der wird selig. 23 Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt. 24 Der Jünger ist nicht über den Meister noch der Knecht über seinen Herrn. 2s Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wieviel mehr werden sie seine Hausgenossen so heißen! 26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, was man nicht wissen werde. 27 Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr. das Predigt auf den Dächern. 28 Und fürchtet euch nicht vor denen. die den Leib töten und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. 29 Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater. 3o Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt. 3i Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. .42 Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. 33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

Anfeindung um Jesu willen

34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eignen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird‘s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird‘s finden. 40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt darum, daß er ein Prophet ist, der wird eines Propheten Lohn empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt darum, daß er ein Gerechter ist, der wird eines Gerechten Lohn empfangen. 42 Und wer einen dieser Geringen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt darum, daß er mein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.

Des Tauufers Frage

Und es begab sich, da Jesus solch Gebot an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von dannen weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Städten. 2 Da aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi hörte, sandte er seine Jünger 3 und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? 4 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gebet hin und saget Johannes wieder, was ihr höret und sehet: s Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt; 6 und selig ist, der nicht Ärgernis nimmt an mir.

Jesu Zeugnis ueber den Tauufer

7 Da die hingingen, fing Jesus an, zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her weht? 8 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern. 9 Oder was seid ihr hinausgegangen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch: er ist mehr als ein Prophet. io Dieser ist‘s, von dem geschrieben steht (Mal 3,I): «Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.» ir Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die vom Weibe geboren sind, ist keiner aufgestanden, der größer sei als Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer als er. 12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, reißen es weg. 13 Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis zur Zeit des Johannes, 14 und so ihr‘s Wollt annehmen: er ist der Elia, der da kommen soll. is Wer Ohren hat, der höre! 16 Wem soll ich aber dies Geschlecht vergleichen ? Es ist den Kindern gleich, die an dem Markt sitzen und rufen ihren Gespielen zu 17 und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr wolltet nicht tanzen-, wir haben euch vorgeklagt, und ihr wolltet nicht trauern. 18 Johannes ist gekommen, aß nicht und trank nicht: so sagen sie: Er ist besessen. ig Des Menschen Sohn ist gekommen, isset und trinket; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und der Sünder Geselle! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden aus ihren Werken.

Weherufe ueber galilaeischie Staedte

2o Da fing er an, die Städte zu schelten, in welchen die meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten doch nicht Buße getan: 21 Wehe dir, Chorazin! Weh dir, Bethsaida! Wären solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan. 72 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen am Tage des Gerichts als euch. 23 Und du, Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben? Du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es stünde noch heutigen Tages. 24 Doch ich sage euch.- Es wird dem Land der Sodomer erträglicher gehen am Tage des Gerichts als dir.

Lobpreis des Vaters.

Der Heilandsruf 25 Zu der Zeit hob Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. 26 Ja, Vater: denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir. 27 Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater; und niernand kennt den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennt den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. 28 Kammer her zu ir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 3o Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Jesus und der Sabbat

Zu der Zeit ging Jesus durch 12 ein Kornfeld am Sabbat: und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen. 2 Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist. 3 Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren hungerte? 4 wie er in das Gotteshaus ging und aß die Schaubrote, die er doch nicht durfte essen noch die, die mit ihm waren, sondern allein die Priester? -@ Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? 6 Ich sage euch aber Hier ist Größeres als der Tempel. 7 Wenn ihr aber wüßtet, was das ist (Hos 6,6): «Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer», hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. 8 Des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat. 9 Und er ging von dannen weiter und kam in ihre Synagoge. 1o Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist‘s auch recht, am Sabbat zu heilen?, auf daß sie eine Sache wider ihn hätten. 11 Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, wenn er ein einziges Schaf hat und es fällt ihm am Sabbat in eine Grube, der es nicht ergreife und ihm heraushelfe? 12 Wieviel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man wohl am Sabbat Gutes tun. 13 Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere. 14 Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten einen Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten.

Der Gottesknecht

15 Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgten viele nach, und er heilte sie alle i6 und bedrohte sie, daß sie die Kunde von ihm nicht ausbreiten sollten, 17 auf daß erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jes 42,1-4): is «Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, und mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soll den Heiden das Recht verkündigen. ig Er wird nicht hadern noch schreien, und man wird seine Stimme nicht hören auf den Gassen; 2o das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis daß er hinausführe das Recht zum Sieg; 21 und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.»

Jesu Macht ueber die boesen Geister

22 Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm: und er heilte ihn, so daß der Stumme redete und sah. 23 Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn? 24 Aber die Pharisäer, da sie es hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht an. ders aus denn durch Beelzebub. ihren Obersten. 25 Jesus wußte atber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jealiches Reich, wenn es mit sich selbst uneins wird, das wird verwüstet; und eine jegliche Stadt oder Haus. wenn es mit sich selbst uneins wird, kann nicht bestehen. 26 Wenn nun Satan den Satan austreibt, so muß er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen? 27 Wenn ich aber die bösen Geister durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28 Wenn ich aber die bösen Geister durch den Geist Gottes austreibe, so ist das Reich Gottes zu euch gekommen. 29 Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus beraube? 30 Wer nicht mit mir ist. der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Die

Suende wider den Geist

31 Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben, aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. 32 Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben, aber wer etwas redet wider den heiligen Geist. dem wird‘s nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. 33 Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum. 34 Ihr Otterngezüchte, wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. 35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus ‚ seinem bösen Schatz. 36 Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Tage des Gerichts von einem jeglichen nichtsnutzigen Wort. das sie geredet haben. 37 Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und au, deinen Worten wirst du verdammt werden.

Zeichenforderung der Pharisaeer

38 Da hohen an etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollten gerne ein Zeichen von dir sehen. 39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Das böse und abtrünnige Geschlecht sucht ein Zeichen-. und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jena. 4o Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte in des Fisches Bauch war, so wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. 41 Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht @t diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe. hier ist mehr als Jona. 42 Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam vom Ende der Erde. Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo. 43 Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dörre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. 44 Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er‘s leer, gekehrt und geschmückt. 45 Dann seht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die ärger sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach ärger, als es zuvor war. So wird‘s auch diesem argen Geschlecht gehen.

Jesu wahre Verwandte

46 Da er noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden. 47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden. 48 Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49 Und reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! so Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Vom Saeemann

Sinn der Gleichnisse An demselben Tage ging Jesus 13 aus dem Hause und setzte sich an das Meer. a Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, so daß er in das Schiff trat und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer. 3 Und er redete zu ihnen mancherlei in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus. zu säen. 4 Und indem er säte, fiel etliches an den Weg: da kamen die Vögel und fraßen‘s auf. 5 Etliches fiel auf das Felsige, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne hochstieg, verwelkte es, und weil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre. 7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten‘s. 8 Etliches fiel auf ein gutes Land und trug Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches dreißigfältig. 9 Wer Ohren hat, der höre! io Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? ii Er antwortete und sprach: Euch ist‘s gegeben, daß ihr die Geheimnisse des Himmelreichs verstehet, diesen aber ist‘s nicht gegeben. 12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe: wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. 13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es auch nicht. 14 Und an ihnen wird die Weissagung Jesaias erfüllt, die da sagt (Jes 6.9.io): «Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen. i5 Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe.» 16 Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören. 17 Wahrlich. ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben‘s nicht gesehen, und zu hören. was ihr höret, und haben‘s nicht gehört. i8 So höret nun ihr dieses Gleichnis von dem Säemann: i9 Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Arge und reißt hinweg, was da gesät ist in sein Herz; das ist der, bei dem an den Weg gesät ist. 2o Bei dem aber auf das Felsige gesät ist, das ist, der das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden; 2i aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so nimmt er Ärgernis. 22 Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht. 23 Bei dem aber in das gute Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt;‘ und der eine trägt hundertfällig, der andere sechzigfältig, der andere dreißigfältig.

Vom Unkraut unter dem Weizen

24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26 Da nun aber die Saat wuchs und Frucht brachte. da fand sich auch das Unkraut. 27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen und es ausjäten? 29 Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, wenn ihr das Unkraut ausjätet. 30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.

Vom Senfkorn

31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und säte es auf seinen Acker; 32 welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Sträucher und wird ein Baum. daß die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.

Vom Sauerteig

33 Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengte ihn unter drei Scheffel Mehl, bis daß es ganz durchsäuert ward. 34 Solches alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem Volk, und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen, -;5 auf daß erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (PS 78,2): «Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen, was verborgen war von Anfang der Welt.»

Deutung des gleichnisses vom Unkraut

36 Da ließ Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. 37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist‘s, der den guten Samen sät. 38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. 39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. 4o Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird‘s auch am Ende dieser Weit gehen. 4i Des Menschen Sohn wild seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle, die Ärgernis geben und die da Unrecht tun, 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre!

Schatz im Acker

und kostbare Perle 44 Das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn, und in seiner Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. 45 Abermals ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und da er eine köstliche Perle fand. ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Vom Fischnetz

47 Abermals ist das Himmelreich gleich einem Netze, das ins Meer geworfen ward und allerlei Gattung fing. 48 Als es aber voll war, zogen sie es heraus an das Ufer, saßen und lasen die guten in Gefäße zusammen, aber die unnützen warfen sie weg. 49 Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden so und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein. 51 Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja. 52 Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

Verwerfung in Nazareth

53 Und es begab sich, da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen 54 und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, so daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? 5,5 Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? 6 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles? 57 Und sie nahmen Ärgernis an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und im eigenen Hause. 58 Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.

Herodes und Jesus.
Ende des Täufers

Zu der Zeit kam die Kunde 114 über Jesus vor den Vierfürst Herodes. 2 Und er sprach zu seinen Leuten: Das ist Johannes der Täufer; der ist von den Toten auferstanden, deshalb wirken in ihm solche Kräfte. 3 Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das Gefängnis gelegt wegen der Herodias, der Frau seines Bruders Philippus. 4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß du sie hast. --5 Und er hätte ihn gerne getötet, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen Propheten. 6 Da aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl. 7 Darum verhieß er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern würde. 8 Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers! 9 Und der König ward traurig, doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er, es ihr zu geben. io Und schickte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. i i Und sein Haupt ward hergetragen auf einer Schüssel und dem Mädchen gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. i2 Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen und verkündeten das Jesus.

Speisung der Fuenftausend

13 Da das Jesus hörte, wich er von dannen auf einem Schiff in eine einsame Gegend allein. Und da das Volk das hörte, folgte es ihm nach zu Fuß aus den Städten. 14 Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und es jammerte ihn derselben, und er heilte ihre Kranken. i5 Am Abend aber traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Die Gegend ist öde, und die Nacht fällt herein, laß das Volk von dir, daß sie hin in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen. i6 Aber Jesus sprach ZU ihnen: Es ist nicht not, daß sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen. 17 Sie sprachen: Wir haben hier nichts als fünf Brote und zwei Fische. i 8 Und er sprach: Bringet mir sie her. ig Und er hieß das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische. sah auf gen Himmel und dankte und brach‘s und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. 2o Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was übrigblieb von Brocken, zwölf Körbe voll. 2i Die aber gegessen hatten, waren bei fünftausend Mann, ohne die Frauen und Kinder.

Jesus wandelt auf dem Meer.
Der sinkende Petrus

22 Und alsbald trieb Jesus seine Jünger. daß sie in das Schiff traten und vor ihm hinüberfuhren, bis er das Volk von sich ließe. 23 Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg allein, daß er betete. Und am Abend war er allein daselbst. 24 Und das Schiff war schon mitten auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen entgegen. 2s Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. 26 Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrien vor Furcht. 27 Aber alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin‘s; fürchtet euch nicht! 28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so heiß mich zu dir kommen auf dem Wasser. 29 Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus ZU- 3o Als er aber den Wind sah, erschrak er und hob an zu sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir! 3i Jesus aber reckte alsbald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: 0 du Kleingläubiger. warum zweifeltest du? 32 Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. 33 Die aber im Schiff waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn! 34 Und sie fuhren hinüber und kamen ans Land nach Genezareth. 35 Und da die Leute an diesem Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten alle Kranken zu ihm 36 und baten ihn, daß sie nur seines Kleides Saum anrühren durften. Und alle, die ihn anrührten, wurden gesund.

Wikipedia:

 

 

 

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