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Evangelium nach Matthaeus (1/4)

Jesu Stammbaum

(Luk 3.23-38) Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi. der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams. 2 Abraham zeugte Isaak. Isaak zeugte Jakob. Jakob zeugte Juda und seine Brüder. 3 Juda zeugte Perez und Serach von der Thamar. Perez zeugte Hezron. Hezron zeugte Ram. 4 Ram zeugte Amrninadab. Amminadab zeugte Nachschon. Nachschon zeugte Salma. 5 Salma zeugte Boas von der Rahab. Boas zeugte Obed von der Ruth. Obed zeugte Jesse. 6 Jesse zeugte den König David. David zeugte Salorne von dem Weib des Uria. 7 Saloino zeugte Rehabeam. Rehabeam zeugte Abia. Abia zeugte Asa. 8 Asa zeugte Josaphat. Jesaphat zeugte Joram. Joram zeugte Usia. 9 Usia zeugte Jotharn. Jotham zeugte Ahas. Ahas zeugte Hiskia. io Hiskia zeugte Manasse. Manasse zeugte Amon. Amon zeugte Josia. ii Josia zeugte Joiachin und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft. I2 Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugte Joiachin Sealthiäl. Sealthiel zeugte Serubabel. 13 Serubabel zeugte Abiud. Abiud zeugte Eliakim. Eliakim zeugte Asor. 14 Asor zeugte Zadok. Zadok zeugte Achim. Achim zeugte Eliud. is Eliud zeugte Eleasar. Eleasar zeugte Mattban. Matthan zeugte Jakob. 16 Jakob zeugte Joseph. den Mann der Maria, von weicher ist geboren Jesus, der da heißt Christus. 17 Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christus sind vierzehn Glieder.

Jesu Geburt

18 Die Geburt 3 Jesu Christi geschah aber also. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, erfand sich‘s. ehe er sie heimholte. daß sie schwanger war von dem heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber. sie heimlich zu verlassen. 20 Indern er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph. du Sohn Davids, fürchte dich nicht. Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist. das ist von dem heiligen Geist. 2I Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. 22 Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (JeS 7.14)-. 23 «Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel heißen», das ist verdolmetscht: Gott mit uns. 24 Da nun Joseph vorn Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herrn Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. 25 Und er berührte Sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.

Die Weisen aus dem Morgenland

Da Jesus geboren war zu Bethlehem im indischen Lande zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem 4 und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo der Christus sollte geboren werden. .5 Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): 6 «Und du Bethlehem im indischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.» 7 Da beriet Herodes die Weisen heimlich und erkundete mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre. 8 und wies sie nach Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr‘s findet, so sagt mir‘s wieder. daß ich auch komme und es anbete. 9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, wo das Kindlein war. i o Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut i i und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. i z Und Gott befahl ihnen im Traum. daß sie nicht sollten wieder zu Herodes gehen. und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Flucht nach Aegypten

13 Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und flieh nach Ägyptenland und blieb allda, bis ich dir‘s sage; denn Herodes geht damit um, daß er das Kindlein suche, es umzubringen. I4 Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland is und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf da erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hos ii.i): «Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.»

Kindermord des Herodes

16 Da Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knäblein zu Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die da zweijährig und darunter waren. nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erkundet hatte. I7 Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia. der da spricht (Jer 3I,15): i8 «Zu Rama hat man ein Geschrei gehört. viel Weinen und Heulen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.»

Rueckkehr aus Aegypten

18 Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Ägyptenland 20 und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben. die dem Kinde nach dem Leben standen. 2i Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Land Israel. 22 Da er aber hörte, daß Archelaus im indischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes. fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog ins galiläische Land 23 und kam und wohnte in der Stadt, die da heißt Nazareth, auf daß erfüllt würde, was da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarener heißen.

Busspredigt Johannes des Taeufers

Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und Predigte in der Wüste des indischen Landes 2 und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! 3 Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen (Jes 40,3): «Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet richtig seine Steige!» 4 Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden, seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. 5 Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan 6 und bekannten ihre Sünden und ließen sich taufen von ihm im Jordan. 7 Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zur Taufe kommen. sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? 8 Sehet zu. tut rechtschaffene Frucht der Buße! 9 Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. io Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße: der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht genug, ihm die Schuhe abzunehmen, der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.

Jesu Taufe

13 Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? i5 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt also geschehen, denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er‘s ihm zu. i6 Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. , 7 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.

Jesu Versuchung

Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht würde. 2 Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden. 4 Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.» 5 Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels 6 und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (PS 91.II.I2): «Er wird seinen Engeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein Stoßest.» 7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6, j6): «Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.» 8 Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest. io Da sprach Jesus zu ihm.- Hebe dich weg von mir, Satan! denn es steht geschrieben (5. Mose 6,i3): «Du sollst anbeten Gott. deinen Herrn, und ihm allein dienen.» 11 Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm. Beginn der

Wirksamkeit Jesu. - Juengerberufung

12 Da nun Jesus hörte, daß Johannes gefangen gelegt war. zog er in das galiläische Land i3 und verließ die Stadt Nazareth, kam und wohnte zu Kapernaum, das da liegt am See im Lande Sebulen und Naphthali; 14 auf daß erfüllt würde, was da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jes 8,23; 9,i): i5 «Das Land Sebulon und das Land Naphthali. die Straße am See, das Land jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen: und die da saßen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.» i7 Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße. denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! i8 Als nun Jesus an dem Galiläischen Meer ging, sah er zwei Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. ig Und er sprach zu ihnen. Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! 2o Alsbald verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. 21 Und als er von dannen weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus, daß sie ihre Netze flickten. Und er rief sie. 22 Alsbald verließen sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach. 23 Und Jesus ging umher im ganzen galiläischen Lande, lehrte in ihren Synagogen und Predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheit und alle Gebrechen im Volk. 24 Und die Kunde von ihm erscholl durch ganz Syrienland. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Plagen behaftet, die Besessenen, die Mondsüchtigen und die Gichtbrüchigen; und er machte sie gesund. 25 Und es folgte ihm nach viel Volks aus Galiläa, aus den Zehn Städten. von Jerusalern, aus dem indischen Lande und von jenseits des Jordan.

DIE BERGPREDIGT
Seligpreisungen

Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. 2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: 3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. 4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 5 Selig sind die Sanftmütigen,- denn sie werden das Erdreich besitzen. 6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. 8 Selig sind, die reines Herzens sind“ denn sie werden Gott schauen. 9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. io Selig sind. die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. ii Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles wider euch, so sie daran lügen. 12 Seid fröhlich und getrost. es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Salz und Licht

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz kraftlos wird, womit soll man‘s salzen? Es ist zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Flause sind. 16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Jesu Stellung zum Gesetz

17 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. ig Denn ich @e euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. ig Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. 2o Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Vom Toeten

21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist (2- Mose 20,13; 21,IZ): «Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.» 22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig. wer aber zu seinem Bruder saut,4 Du Nichtsnutz! der ist des Hohen Rats schuldig: wer aber sagt: Du Gottloser Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig. 23 Darum. wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eingedenk daß dein Bruder etwas wider dich habe, 24 SO laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. 25 Sei willfährig deinem Widersacher bald, solange du noch mit ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht überantworte dem Richter und der Richter dem Diener und werdest in den Kerker geworfen. 26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest.

Vom Ehebrechen

27 Ihr habt gehört, daß gesagt ist «Du sollst nicht ehebrechen.» 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht. ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. 29 Wenn dir aber dein rechtes Auge Ärgernis schafft, so reiß es aus und wirf‘s von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. 30 Wenn dir deine rechte Hand Ärgernis schafft, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre. 3i Es ist auch gesagt (5.MoSe 24, j): «Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr geben einen Scheidebrief.» 32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, daß sie die Ehe bricht: und wer eine Geschiedene freit, der bricht die Ehe.

Vom Schwoeren

33 Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist (3.Mose i9,12; 4.Mose 30,3): «Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.» 34 Ich aber sage euch, daß ihr Oberhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; 35 noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt. 36 Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. 37 Eure Rede aber sei: Ja. ja; nein, nein. Was darüber ist, das vom Übel.

Von der Feindesliebe

38 Ihr habt gehört, daß da gesagt ist (2.MOSe 21,24): «Auge um Auge, Zahn um Zahn.» 39 Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, wenn dir jemand einen Streich gibt auf deine rechte Backe, dem biete die andere auch dar. 40 Und wenn jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel, 41 Und wenn dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei 42 Gib dem, der dich bittet. und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. 43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist (3.Mose ig,i8): «Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.» 44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; bittet für die, so euch verfolgen. 45 auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Vom Almosengeben

Habt acht auf eure Frömmigkeit, 6 daß ihr die nicht übt vor den Leuten, auf daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. 2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir Posaunen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 3 Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf daß dein AImosen verborgen sei: und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir‘s vergelten. (VERSCHICKEN)

Vom Beten.

Das Vaterunser 5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler. die da gerne stehen und beten in den Synagogen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 6 Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater“ der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir‘s vergelten. 7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhöret, wenn sie viel Worte machen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe denn ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt. io Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. ii Unser täglich Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. * 14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Übertretungen vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. is Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure ]Übertretungen auch nicht vergeben.

Vom Fasten

16 Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf daß sie vor den Leuten etwas scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch. Sie haben ihren Lohn dahin. 17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, i8 auf daß du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir‘s vergelten.

Vom Schaetzesammeln

und Sorgen ig Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. (VERSCHICKEN)

21 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. 22 Das Auge ist des Leibes Leuchte. Wenn dein Auge lauter ist. so wird dein ganzer Leib licht sein. 2.3 Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! 24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. 25 Darum sage ich euch: Sorget nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? (VERSCHICKEN)

27 Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen kann, ob er gleich darum sorget? 28 Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eine. 3o So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht Sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß. daß ihr des alles bedürfet. 33 Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles Zufallen. 34 Darum sorget nicht für den andern Morgen. denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Wider den Richtgeist

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet Werdet. 2 Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. 3 Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? 4 Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt. ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen 7 Und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. (VERSCHICKEN)

5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, danach sich zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. 6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden eben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten Mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.

Von der Gebetserhoerung

7 Bittet, so wird euch gegeben“ suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. 9 Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? ro oder, so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? ir So nun ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben. wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen. die ihn bitten.

Vom Tun des goettlichen Willens

12 Alles nun. was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen. das tut ihnen auch l Das ist das Gesetz und die Propheten. 13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte Ist weit. und der Weg ist breit. der zur Verdammnis fährt. und ihrer sind viele, die darauf wandeln. I4 Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal. der zum Leben führt, und wenige sind Ihrer, die ihn finden.
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is Sehet euch vor vor den falschen Propheten. die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. i6 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? I7 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. is Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. ig Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 2o Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. 2I Es werden nicht alle, die ZU Mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. 22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? 23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter! 24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie. der gleicht einem klugen Mann. der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Da nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und wehten die Winde und stießen an das Haus, fiel es doch nicht: denn es war auf den Felsen gegründet. 26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Da nun ein Platzregen fiel und kamen die Wasser und wehten die Winde und stießen an das Haus, da fiel es und tat einen großen Fall. 28 Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre; 29 denn er lehrte mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

Heilung eines Aussaetzigen

Als er aber vorn Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. 2 Und siehe, ein Aussätziger kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. 3 Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will‘s tun: sei gereinigt! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. 4 Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu. sage es niemand, sondern gehe hin und zeige dich dein Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis.

Der Hauptmann zu Kapernaum

5 Da aber Jesus hineinging nach Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn 6 und sprach: Herr. mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig und hat große Qual. 7 Jesus sprach zu ihm: Ich Will kommen und ihn gesund machen. 8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. 9 Denn auch ich bin ein Mensch. der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; und wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so geht er; und zum andern: Komm her! so kommt er‘, und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er‘s. io Da das Jesus hörte, verwundene er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! ir Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Osten und vom Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen; 12 aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen. 13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselben Stunde.

Jesus im Hause des Petrus

14 Und Jesus kam in des Petrus Haus und sah, daß dessen Schwiegermutter lag und hatte das Fieber. 15 Da ergriff er ihre Hand, und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm. i6 Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund, 17 auf daß erfüllt werde, was gesägt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jes 53,4): «Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.»

Vom Ernst der NachfoIge

18 Und da Jesus viel Volks um sich sah, hieß er hinüber ans andre Ufer fahren. i,) Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen. wo du hingehst. 20 Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester,- aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlege. 21 Und ein anderer unter den Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, daß ich hingehe und zuvor meinen Vater begrabe. 22 Aber Jesus spricht zu ihm: Folge du mir und 1a13 die Toten ihre Toten begraben!

Stillung des Sturmes

23 Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm. 24 Und siehe, da erhob sich ein großes Ungestüm im Meer, so daß auch das Schiff mit Wellen bedeckt ward. Und er schlief. 25 Und die Jünger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben! 26 Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer. Da ward es ganz stille. 27 Die Menschen aber verwundenen sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam sind?

Heilung zweier Besessener

28 Und er kam ans andere Ufer in die Gegend der Gadarener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus/ den Grabhöhlen und waren sehr gefährlich, so daß niemand diese Straße gehen konnte 29 Und siehe, sie schrien und sprachen: Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe denn es Zeit ist? 3o Es war aber ferne von ihnen eine große Herde Säue auf der Weide. 3i Da baten ihn die bösen Geister und sprachen: Willst du uns austreiben, so laß uns in die Herde Säue fahren. 32 Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue. Und siehe, die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinunter ins Meer und ersoffen im Wasser. 33 Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das alles und wie es mit den Besessenen ergangen war. 34 Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus Jesus entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn, daß er aus ihrer Gegend weichen möchte.

Heilung des Gichtbruechigen

Da trat er in das Schiff und fuhr 9 wieder herüber und kam in seine Stadt. 2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 3 Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. 4 Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, sprach er: Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen? 5 Was ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle? 6 Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben, - sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, hebe dein Bett auf und gehe heim! 7 Und er stand auf und ging heim. 8 Da das Volk das sah, fürchtete es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.

Berufung des Matthaeus

9 Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. io Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tische mit Jesus und seinen Jüngern. ii Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? 12 Da das Jesus hörte. sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 13 Gehet aber hin und lernet, was das ist (Hos 6,6): «Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.» Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.

 

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