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Lehrreden des Buddha

SIHA-SUTTA

DIE LEHRREDE AN SIHA

SO HABE ICH GEHÖRT-. Einstmals weilte der Erhabene invesali, im Mahavana, in der Türmchenhalle. Da nun begab sich der Heerführer Siha zum Erhabenen; dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend, sprach der Heerführer Siha zum Erhabenen so: »Ist es wohl möglich, o Herr, eine schon hier sichtbare Frucht des Almosengebens zu zeigen?« »Da werde ich nun, Siha, eine Gegenfrage an dich richten, wie du es für gut halten wirst, so magst du sie beantworten. Was meinst du, Siha? Da wären zwei Menschen, der eine ohne Vertrauen, geizig, habgierig, schmähsüchtig, der andere voll Vertrauen, ein Gabeherr, Gabe-froh. Was meinst du, Siha? Wen wurden die Ehrwürdigen wohl zuerst mit ihrer Teilnahme beehren? Den Menschen, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder den Menschen, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?« »Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig - was werden denn die Ehrwürdigen den zuerst mit ihrer Teilnahme beehren? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, den eben würden die Ehrwürdigen zuerst mit ihrer Teilnahme beehren.« »Was meinst du, Siha? Wen würden die Ehrwürdigen wohl zuerst mit ihrem Umgang beehren? Den Menschen, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder den Menschen, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?« »Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig - was werden denn die Ehrwürdigen den zuerst mit ihrem Umgang beehren? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, den eben würden die Ehrwürdigen zuerst mit ihrem Umgang beehren.« »Was meinst du, Siha? Wen würden die Ehrwürdigen wohl zuerst mit ihrem Willkommen beehren? Den Menschen, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder den Menschen, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?«-»Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig habgierig, schmähsüchtig - was werden denn die Ehrwürdigen den zuerst mit ihrem Willkommen beehren? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, den eben würden die Ehrwürdigen zuerst mit ihrem Willkommen beehren.« »Was meinst du, Siha? Wen würden die Ehrwürdigen wohl zuerst mit dem Zeigen der Lehre beehren? Den Menschen, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder den Menschen, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?« Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig - was werden denn die Ehrwürdigen den zuerst mit dem Zeigen darlegen beehren? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, den eben würden die Ehrwürdigen zuerst mit dem Zeigen der Lehre beehren.« »Was meinst du, Siha? Von wem würde wohl ein guter Ruf ausgehen? Von dem Menschen, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder von dem Menschen, er voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?« »Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig - was wird denn von dem ein guter Ruf ausgehen? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, von dem würde eben ein guter Ruf ausgehen.« »Was meinst du, Siha? Wer würde wohl, welche Versammlung auch immer er besucht, sei es eine Kriegerversammlung, sei es eine Brahmanenversammlung, sei es eine Haushaberversammlung, sei es eine Büßerversammlung, das zuversichtlich tun, nicht zaghaft? Der Mensch, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder der Mensch der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?« »Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig - was wird denn der, welche Versammlung auch immer er besuchen mag, sei es eine Kriegerversammung, sei es eine Brahmanenversammlung, sei es eine Haushaberversammlung, sei es eine Büßerversammlung, das zuversichtlich tun, nicht zaghaft? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, der wurde, welche Versammlung auch immer er besuchen mag, sei es eine KriegerversammIung, sei es eine Brahmanenversammlung, sei es eine Haushaberversammlung, sei es eine Büßerversammlung, das zuversichtlich tun, nicht zaghaft.« »Was meinst du, Siha? Wer wurde wohl beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in glücklichem Zustand, in himmlischer Welt wieder auftauchen? Der Mensch, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig, oder der Mensch, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh?« »Der Mensch, o Herr, der ohne Vertrauen ist, geizig, habgierig, schmähsüchtig - was wird der wohl beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in glücklichem Zustand, in himmlischer Welt wieder auftauchen? Der Mensch aber, o Herr, der voll Vertrauen ist, ein Gabeherr, Gabe-froh, der würde beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in glücklichem Zustand, in himmlischer Welt wieder auftauchen. Was nun, o Herr, jene sechs vom Erhabenen als schon hier sichtbar gelehrten Früchte des Almosengebens betrifft, so wende ich mich nicht hierbei vertrauensvoll zum Erhabenen: die kenne auch ich. Ich, o Herr, bin Geber, Gabeherr, mich beehren die Ehrwürdigen zuerst mit ihrer Teilnahme. Ich, o Herr, bin Geber, Gabeherr; mich beehren die Ehrwürdigen zuerst mit ihrem Umgang. Ich, o Herr, bin Geber, Gabeherr; mich beehren die Ehrwürdigen zuerst mit ihrem Willkommen. Ich, o Herr, bin Geber, Gabeherr; mich, o Herr, beehren die Ehrwürdigen zuerst mit dem Zeigen der Lehre. Ich, o Herr, bin Geber, Gabeherr; von mir geht der gute Ruf aus: Ein Geber ist der Heerführer Siha, ein Schaffner, ein Fürsorger des Ordens. Ich, o Herr, bin Geber, Gabeherr; welche Versammlung auch immer ich besuche, sei es eine Kriegerversammlung, sei es eine Brahmanenversammlung, sei es eine Haushaberversammlung, sei es eine Büßerversammlung, die besuche ich zuversichtlich, nicht zaghaft. Was nun, o Herr, jene sechs vom Erhabenen als schon hier sichtbar gelehrten Früchte des Almosengebens betrifft, so wende ich mich nicht hierbei vertrauensvoll zum Erhabenen; die kenne auch ich. Daß aber, o Herr, der Erhabene so zu mir spricht: Ein Geber, Siha, ein Gabeherr taucht beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in glücklichem Zustand, in himmlischer Welt wieder auf‘, das weiß ich nicht, und hierbei wende ich mich ja vertrauensvoll zum Erhabenen.« »So ist es, Siha! So ist es, Siha! Der Geber, Siha, der Gabeherr taucht beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in glücklichem Zustand, in himmlischer Welt auf.« Anguttara-Nikaya

 

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