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Lehrreden des Buddha

PUGGALAR SUTTA

DIE LEHRREDE - DER MENSCH

SO HABE ICH GEHÖRT: Einstmals weilte der Erhabene in Savatthl, im jetavana, in Anathapindikas Mönchsheim. Da nun begab sich König Pasenadi-Kosola zum Erhabenen. Angekommen, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll. und ließ sich seitwärts nieder. Zu dem seitwärts sitzenden König Pasenadi-Kosala sprach der Erhabene folgendermaßen: »Diese vier Arten von Menschen, o Großkönig, sind in der Welt zu finden. Welche vier? Der von Finsternis zu Finsternis gerichtete - der von Finsternis zu Licht gerichtete - der von Licht zu Finsternis gerichtete - der von Licht zu Licht gerichtete. Und wie, Großkönig, ist der Mensch von Finsternis zu Finsternis gerichtet? Da ist, Großkönig, irgendein Mensch in niedriger Kaste wiedergeboren, in der Tschandala-Kaste“ in der Bambusschneider-Kaste, in der Jäger-Kaste, in der Wagenmacher-Kaste, in der Begräbnisarbeiter-Kaste, in armer Kaste, knapp an Speise und Trank, unter schwierigen Daseinsbedingungen, wo man nur mit Schwierigkeit Nahrung und Kleidung erhält. Ein solcher ist dann häßlich, unansehnlich, verwachsen, voller Krankheiten, einäugig, krüppelig, lahm, auf einer Seite gelähmt, nicht im Besitz von Speise und Trank, von Kleidung und Fuhrwerk, von Blumen, Wohlgerüchen und Salben, von Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Der führt in Taten üblen Wandel, führt in Worten, üblen Wandel, führt in Gedanken üblen Wandel. Der nun, wenn er so in Taten üblen Wandel geführt hat, in Worten üblen Wandel geführt hat, in Gedanken üblen Wandel geführt hat, taucht beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf einem Abweg, auf übler Fährte, in gesunkenem Zustand wieder auf. Gleich als wenn da, Großkönig, ein Mensch von Dunkelheit zu Dunkelheit ginge, von Finsternis zu Finsternis ginge, von Blutschuld zu Blutschuld ginge, dem vergleichbar, Großkönig, nenne ich diesen Menschen. So, o Großkönig, ist der Mensch von Finsternis zu Finsternis gerichtet. Und wie, Großkönig, ist der Mensch von Finsternis zu Licht gerichtet? Da ist, Großkönig, irgendein Mensch in niedriger Kaste wiedergeboren, in der Tschandala-Kaste, in der Bambussdineider-Kaste, in der Jäger-Kaste, in der Wagenmacher-Kaste, in der Begräbnisarbeiter-Kaste, in armer Kaste, knapp an Speise und Trank, unter schwierigen Daseinsbedingüngen, wo man nur mit Schwierigkeit Nahrung und Kleidung erhält. Ein solcher ist dann häßlich, unansehnlich, verwachsen, voller Krankheiten, einäugig, krüppelig, lahm, auf einer Seite gelähmt, nicht im Besitz n Speise und Trank, von Kleidung und Fuhrwerk, von Blumen, Wohlgerüchen und Salben, von Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Der führt in Taten guten Wandel, führt in Worten guten Wandel, führt in Gedanken guten Wandel. Der nun, -wenn er so in Taten guten Wandel geführt hat, in Worten guten Wandel geführt hat, in Gedanken guten Wandel geführt hat, taucht beim Zerfall des Körpers nach dem Tode auf guter Fährte auf, in glücklicher Welt. Gleich als wenn da, Großkönig, ein Mensch von der flachen Erde auf einen Sitz stiege, von dem Sitz auf einen Pferderücken stiege, vom Pferderücken auf einen Elefantenrücken stiege, vom Elefantenrücken auf ein Dach stiege, dem vergleichbar Großkönig, nenne ich diesen Menschen. So, Großkönig, ist der Mensch von Finsternis zu Licht gerichtet. Und wie, Großkönig, ist der Mensch von Licht zu Finsternis gerichtet? Da ist, Großkönig, irgendein Mensch in hoher Kaste wiedergeboren, in vermögender Krieger-Kaste, in vermögender Brahmanen-Kaste, in vermögender Bürger-Kaste, reich, wohlhabend, begütert, wohl versehen mit Gold und Silber, wohl versehen mit Lebensunterhalt, wohl versehen mit Geld und Getreide. Ein solcher ist dann wohlgestaltet, ansehnlich, , liebenswürdig, von vollendet schönem Aussehen, im Besitz von Speise und Trank, von Kleidung und Fuhrwerk, von Blumen, Wohlgerüchen und Salben, von Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Der führt in Taten üblen Wandel, führt in Worten üblen Wandel, führt in Gedanken üblen Wandel. Der nun, wenn er so in Taten üblen Wandel geführt hat, in Worten üblen Wandel geführt hat, in Gedanken üblen Wandel geführt hat, taucht beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf einem Abweg, auf übler Fährte, in gesunkenem Zustand, an einem Ort des Leidens wieder auf. Gleich als wenn da, Großkönig, ein Mensch vom Dach auf einen Elefantenrücken hinabstiege, vom Elefantenrücken auf einen Pferderücken hinabstiege, vom Pferderücken auf einen Sitz hinabstiege, vom Sitz auf die Erde hinabstiege, von der Erde in die Dunkelheit hinabstiege, dem vergleichbar, Großkönig, nenne ich diesen Menschen. So, Großkönig, ist der Mensch von Licht zu Finsternis gerichtet. Und wie, Großkönig, ist der Mensch von Licht zu Licht gerichtet? Da ist, Großkönig, irgendein Mensch in hoher Kaste wiedergeboren, in vermögender Krieger-Kaste, in vermögender Brahmanen-Kaste, in vermögender Bürger-Kaste, reich, wohlhabend, begütert, wohl versehen mit Gold und Silber, wohl versehen mit Lebensunterhalt, wohl versehen mit Geld und Getreide. Ein solcher ist dann wohlgestaltet, ansehnlich, liebenswürdig, von vollendet schönem Aussehen, im Besitz von Speise und Trank, von Kleidung und Fuhrwerk, von Blumen, Wohlgerüchen und Salben, von Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Der führt in Taten guten Wandel, führt in Worten guten Wandel, führt in Gedanken guten Wandel. Der nun, wenn er so in Taten guten Wandel geführt hat, in Worten guten Wandel geführt hat, in Gedanken guten Wandel geführt hat, taucht beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte auf, in glücklicher Welt. Gleich als wenn da, Großkönig, ein Mensch von Sitz zu Sitz weiterginge, von Pferderücken zu Pferderücken weiterginge, von Elefantenrücken zu Elefantenrücken weiterginge, von Dach zu Dach weiterginge, dem vergleichbar, Großkönig, nenne ich diesen Menschen. So, Großkönig, ist der Mensch von Licht zu Licht gerichtet. Diese Arten von Menschen, Großkönig, sind in der Welt anzutreffen. *** Ein armer Mann, o König, ohne Vertrauen ist er, geizig, Habgierig, schlechten Strebens, falscher Ansichten, rücksichtslos, Büßer auch und Mönche und andere fromme Bettler auch, Die schmäht er, tadelt er. Nichts-Anerkenner ist er, zornvoll. Gebewilligen hält er ab von den das Mahl Erbittenden. Ein Mann derart, o König, im Sterben, du Völkerherr, Gelangt der zu schrecklichem Ort des Leidens, ein Finsternis-zu-Finsternis-Gerichteter. Ein armer Mann, o König, vertrauensvoll ist er, nicht geizig, Gibt, ist guten Strebens, ein im Denken nicht irregeführter Mann, Büßer auch und Mönche und andere fromme Bettler auch, Ehrfurchtsvoll sich erhebend, begrüßt er sie, in rechter Lebensführung übt er sich, Gebewilligen hält er nicht ab von dem das Mahl Erbittenden. Ein Mann derart, o König, im Sterben, du Völkerherr, Gelangt der zu dreifach-glücklichem Ort, ein Finsternis-zu-Licht-Gerichteter. Ein reicher Mann, o König, ohne Vertrauen ist er geizig, Habgierig, schlechten Strebens, falscher Ansichten, rücksichtslos. Büßer auch und Mönche und andere fromme Bettler auch, Die schmäht er, tadelt er. Nichts-Anerkenner ist er, zornvoll. Gebewilligen hält er ab von dem das Mahl Erbittenden. Ein Mann derart, o König, im Sterben, du Völkerherr, Gelangt der zu schrecklichem Ort des Leidens, ein Licht-zu-Finsternis- Gerichteter. Ein reicher Mann, o König, vertrauensvoll ist er, nicht geizig, Gibt, ist guten Strebens, ein im Denken nicht irregeführter Mann, Büßer auch und Mönche und andere fromme Bettler auch, Ehrfurchtsvoll sich erhebend, begrüßt er sie, in rechter Lebensführung übt er sich, Gebewilligen hält er nicht ab von dem das Mahl Erbittenden. Ein Mann derart, o König, im Sterben, du Völkerherr, Gelangt der zu dreifach glücklichem Ort, ein Licht-zu-Licht-Gerichteter,« *** Samyutta-Nikaya

 

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