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Lehrreden des Buddha

SUMANA-SUTTA

DIE LEHRREDE AN SUMANA

SO HABE ICH GEHÖRT: Einstmals weilte der Erhabene in Savatthi, im jetavana, in Anathapindikas Mönchsheim. Da nun begab sich die Prinzessin Sumana in Begleitung von fünfhundert Wagen und fünfhundert Dienerinnen zum Erhabenen. Dort angelangt, begrüßte sie den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend, sprach die Prinzessin Sumana zum Erhabenen so: »Es wären da, o Herr, zwei Hörer des Erhabenen von gleichem Zutrauen, von gleicher Zucht, von gleicher Weisheit, und der eine wäre Geber, der andere Nichtgeber. Die gelangten dann beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in glückliche, himmlische Welt. Kann da wohl, o Herr, bei ihnen als Götterwesen ein Unterschied sein, eine Verschiedenartigkeit sein?« »Kann sein, Sumana«, sprach der Erhabene. »Derjenige, der da Geber- ist, Sumana, der übertrifft als Götterwesen jenen Nichtgeber in fünf Dingen: in himmlischer Lebenskraft, in himmlischer Schönheit, in himmlischem Glück, in himmlischem Ruhm, in himmlischer Macht. In diesen fünf Dingen, Sumana, übertrifft derjenige, der Geber ist, als Götterwesen jenen Nichtgeber.« »Wenn aber, o Herr, jene, von dort entschwunden, wieder in diese Welt kommen, kann da, o Herr, bei ihnen als Menschenwesen wohl ein Unterschied sein, eine Verschiedenartigkeit sein?« »Kann sein, Sumana«, sprach der Erhabene. »Derjenige, der da Geber ist, Sumana, der übertrifft als Menschenwesen jenen Nichtgeber in fünf Dingen: in menschlicher Lebenskraft, in menschlicher Schönheit, in menschlichem Glück, in menschlichem Ruhm, in menschlicher Macht. In diesen fünf Dingen, Sumana, übertrifft derjenige, der Geber ist, als Menschenwesen jenen Nichtgeber.« »Wenn aber, o Herr, jene beiden aus dem Haus in die Hauslosigkeit hinausziehen, kann da, o Herr, bei ihnen als Hauslosen wohl ein Unterschied sein, eine Verschiedenartigkeit sein?« »Kann sein, Sumana«, sprach der Erhabene. »Derjenige, der da Geber ist, Sumana, der übertrifft als Hausloser jenen Nichtgeber in fünf Dingen: In reichlichem Maße erfreut er sich der Gewandung, gebeten, nie ungebeten; in reichlichem Maße erfreut er sich der Almosenspeise, gebeten, nie ungebeten; in reichlichem Maße erfreut er sich der Lagerstatt, gebeten, nie ungebeten; in reichlichem Maße erfreut er sich der Arznei für den Krankheitsfall und der übrigen Erfordernisse, gebeten, nie ungebeten; und die Genossen im Reinheitswandel, mit denen er zusammen lebt, die treten ihm in reichlichem Maße mit liebenswürdiger Tat entgegen, nie mit unliebenswürdiger; sie treten ihm in reichlichem Maße mit liebenswürdigem Wort entgegen, nie mit unliebenswürdigem; sie treten ihm in reichlichem Maße mit -liebenswürdigem Gedanken entgegen, nie mit unliebenswürdigem; liebenswürdig bieten sie ihm Geschenke dar, nie unliebenswürdig. Derjenige, Sumana, der da Geber ist, der übertrifft als Hausloser jenen Nichtgeber in diesen fünf Dingen.« »Wenn aber, o Herr, jene beiden den Zustand der Heiligkeit erreichen, kann da bei ihnen als Heiliggewordenen wohl ein Unterschied sein, eine Verschiedenartigkeit sein?« »Da allerdings, Sumana, gibt es keine Verschiedenartigkeit, sage ich. Da heißt es, Befreiung um Befreiung.« »Erstaunlich, o Herr! Wunderbar, o Herr! Wie das doch genug Grund ist, o Herr, um Gaben zu geben; genug Grund, um verdienstliche Werke zu tun. Sind doch verdienstliche Werke hilfreich für Götterwesen, hilfreich für Menschenwesen, hilfreich für Hauslose.« »So ist es, Sumana, so ist es, Sumana! Grund genug, Sumana, um Gaben zu geben; Grund genug, um verdienstliche Werke zu tun. Sind doch verdienstliche Werke hilfreich für Götterwesen, hilfreich für Menschenwesen, hilfreich für Hauslose.« So sprach der Erhabene; nachdem der Wegesmächtige so gesprochen, sprach er, der Lehrer, noch weiter so: *** »Gleichwie der Mond in seinem Glanz, Hinwandernd durch das Luftbereich, Allhier die ganze Sternenschar Mit seinem Lichte überstrahlt, So auch der Mensch in Züchten fest, Der voll Vertrauen mannhaft ist, Der überstrahlt entsagungsfroh Allhier das Volk der Geizigen. Gleichwie die Donnerwolke wohl Im Kranz der Blitze, wildgezackt Länder und Schluchten überschwemmt, Mit Regen tränkend Erdengrund, So, wer in Einsicht wohl gefaßt, Des Voll-Erwachten Schüler ist, Der übertrifft den Geizigen Als Weiser in der Dinge fünf: In Lebenskraft und auch in Ruhm, In Schönheit auch und auch in Glück; Reichtum-gesegnet freut er sich Dann später in der Himmelswelt.« *** Anguttara-Nikaya

 

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