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Lehrreden des Buddha

VATTHUPAMA-SUTTA

DIE LEHRREDE - DAS GLEICHNIS VOM GEWAND
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SO HABE ICH GEHÖRT: Einstmals weilte der Erhabene in Savatthi, im jetavana, in Anathapindikas Mönchsheim. Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Ihr Mönche!« - »Herr!« erwiderten da jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene sprach so: »Gleich als wenn da ein Gewand wäre, unrein, voll von Schmutz; das brächte der Färber mit irgendeiner Art von Farbe zusammen, sei es mit einer blauen oder mit einer gelben, mit einer roten oder mit einer rosa Farbe; dann würde es eben eine übel geratene, eine unreine Färbung annehmen. Was ist der Grund hierfür? Die Unreinheit des Gewandes, ihr Mönche. Ebenso auch, ihr Mönche, ist bei beschmutztem Sinn ein übles Ergebnis zu erwarten. Gleich als wenn da, ihr Mönche, ein Gewand wäre, rein, sauber; das brächte der Färber mit irgendeiner Art von Farbe zusammen, sei es mit einer blauen oder mit einer gelben, mit einer roten oder mit einer rosa Farbe; dann wurde es eben eine wohlgeratene, eine reine Farbe annehmen. Was ist der Grund hierfür? Die Reinheit des Gewandes, ihr Mönche. Ebenso auch, ihr Mönche, ist bei unbeschmutztem Sinn ein gutes Ergebnis zu erwarten. Und was, ihr Mönche, sind Geistesbefleckungen? Gier und Lust am Unrecht ist Geistesbefleckung; Böswilligkeit ist Geistesbefleckung; Zorn ist Geistesbefleckung; Feindschaft ist Geistesbefleckung; Heuchelei ist Geistesbefleckung; Neid ist Geistesbefleckung; Eifersucht ist Geistesbefleckung; Geiz ist Geistesbefleckung; Trug ist Geistesbefleckung; Hinterlist ist Geistesbefleckung; Stumpfheit ist Geistesbefleckung; Heftigkeit ist Geistesbefleckung; Stolz ist Geistesbefleckung; überhebung ist Geistesbefleckung; Schlaffheit ist Geistesbefleckung; Trägheit ist Geistesbefleckung. Ein Mönch nun, ihr Mönche, der es eingesehen hat: Gier und Lust am Unrecht ist Geistesbefleckung‘, der tut Gier und Lust am Unrecht als Geistesbefleckung ab. Hat er es eingesehen: Böswilligkeit, Zorn, Feindschaft, Heuchelei, Neid, Eifersucht, Geiz, Trug, Hinterlist, Stumpfheit, Heftigkeit, Stolz, Überhebung, Schlaffheit, Trägheit ist Geistesbefleckung‘, so tut er das alles als Geistesbefleckung ab. Wenn nun, ihr Mönche, für den Mönch, der es eingesehen hat: Gier und Lust am Unrecht ist Geistesbefleckung‘, Gier und Lust am Unrecht als Geistesbefleckung abgetan ist; wenn für ihn, der es eingesehen hat: Böswilligkeit, Zorn, Feindschaft, Heuchelei, Neid, Eifersucht, Geiz, Trug, Hinterlist, Stumpfheit, Heftigketit, Stolz, überhebung, Schlaffheit, Trägheit ist Geistesbeflerkung‘, dieses alles als Geistesbefleckung abgetan ist, so ist er von unbeirrbarem Vertrauen zum Buddha erfüllt; Das ist er, der Erhabene, der Verehrungswürdige, der Voll-Erwachte, der in Wissen und Wandel Vollkommene, der Wegesmächtige, der Weltkenner, der unvergleichliche Lenker des Menschengespannes, der Lehrer der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene.‘ Er ist von unbeirrbarem Vertrauen zur Lehre erfüllt: Wohl verkündet vom Erhabenen ist die Lehre, die hier schon zu verwirklichende die unverzügliche, unmittelbar ersichtliche, zum Abschluß führende, aus sich selber heraus Denkenden verständliche. Er ist von unbeirrbarem Vertrauen zur Gemeinde erfüllt: Auf gutem Wege ist des Erhabenen Schülergemeinde; auf geradem Wege ist des Erhabenen Schülergemeinde; auf rechtem Wege ist des Erhabenen Schülergemeinde;. auf schicklichem Wege ist des Erhabenen Schülergemeinde, nämlich die vier Menschenpaare, die acht Menschenpersönlichkeiten; das ist des Erhabenen Schülergemeinde, würdig der Gabe, würdig der Bewirtung, würdig der Opferspende, würdig der Verehrung, für die Welt das unvergleichliche Saatfeld der Verdienste. Die frühere Beschränktheit aber hat er verlassen, verworfen, erledigt, abgetan, aufgegeben. Der gewinnt im: Erfüllt von unbeirrbarem Vertrauen zum Buddha bin ich‘ Verständnis des Sinnes, er gewinnt Verständnis der Lehre, er gewinnt die der Lehre eignende Befriedigung. Dem Befriedigten erhebt sich Freudigkeit, dem Befreudigten beruhigt sich der Körper, der beruhigte Körper fühlt das Glück, dem Beglückten einigt sich der Geist. Er gewinnt im, Erfüllt von unbeirrbarem Vertrauen zur Lehre bin ich‘ Verständnis des Sinnes; er gewinnt Verständnis der Lehre; er gewinnt die der Lehre eignende Befriedigung. Dem Befriedigten erhebt sich Freudigkeit, dem Befreudigten beruhigt sich der Körper, der beruhigte Körper fühlt das Glück, dem Beglückten einigt sich der Geist. Er gewinnt im: Erfüllt von unbeirrbarem Vertrauen zur Gemeinde bin ich‘ Verständnis des Sinnes, er gewinnt Verständnis der Lehre, er gewinnt die der Lehre eignende Befriedigung. Dem Befriedigten erhebt sich Freudigkeit, dem Befreudigten beruhigt sich der Körper, der beruhigte Körper fühlt das Glück, dem Beglückten einigt sich der Geist. Er gewinnt im: Die frühere Beschänktheit aber habe ich verlassen, verworfen, erledigt, abgetan, aufgegeben Verständnis des Sinnes, er gewinnt Verständnis der Lehre, er gewinnt die der Lehre eignende Befriedigung. Dem Befriedigten erhebt sich die Freudigkeit, dem Befreudigten beruhigt sich der Körper, der beruhigte Körper fühlt das Glück, dem Beglückten einigt sich der Geist. Und der Mönch, ihr Mönche, dem solche Zucht, solche Tugend, solche Weisheit eigen, wenn der auch als Almosenspeise Reis genießt, wohl ausgelesen.“ saftig und gewürzig, so wird selbst das ihm nicht zum Hindernis werdende. Gleichwie, ihr Mönche, ein Gewand, unrein, voll von Schmutz, durch klares Wasser rein wird, sauber, oder wie Gold im Schmelztiegel rein wird, lauter, ebenso, ihr Mönche: ein Mönch, dem solche Zucht, solche Tugend, solche Weisheit eignet, wenn der auch als Almosenspeise Reis genießt, wohl ausgelesen, saftig und gewürzig, so wird selbst das ihm nicht zum Hindernis werden. Der weilt, mit einem Geist, in Liebe“ gerüstet, eine Himmelsrichtung durchstrahlend, auch die zweite, auch die dritte, auch die vierte, so nach oben, nach unten und querüber; er weilt, überall Bewußtwerden erkennend, die ganze Welt mit in Liebe gerüstetem Geist durchstrahlend, mit weitem, großem, unbeschränktem, Haß- und Mißgunstfreiem. Er weilt, mit einem Geist, in Mitleid gerüstet, eine Himmelsrchltung durchstrahlend, auch die zweite, auch die dritte, auch die vierte, so nach oben, nach unten und querüber; er weilt, überall, in Allverselbstung die ganze Welt mit in Mitleid gerüstetem Geist durchstrahlend, mit weitem, großem, unbeschränktem, Haß- und Mißgunst-freiem. Er weilt, mit einem Geist, in Mitfreude gerüstet, eine Himmelsrichtung durchstrahlend auch die zweite, auch die dritte, auch die vierte, so nach oben, nach unten und querüber, er weilt, überall, in Allverselbstung die ganze Welt mit in Mitfreude gerüstetem Geist durchstrahlend, mit weitem, großem, unbeschränktem, Haß- und Mißgunst-freiem. Er weilt, mit einem Geist, in Gleichmut gerüstet, eine Himmelsrichtung durchstrahlend, auch die zweite, auch die dritte, auch die vierte, so nach oben, nach unten und querüber; er weilt, überall, in Allverselbstung die ganze Welt mit in Gleichmut gerüstetem Geist durchstrahlend, mit weitem, großem, unbeschränktem, Hass und Mißgunst-freiem. Der erkennt: Dieses gibt es; Gemeines gibt es und Edles gibt es und eine Freiheit gibt es, höher als dieses Gebiet der Wahrnehmbarkeit. Wenn der so erkennt, so durchschaut, wird ihm der Geist frei vom Sinnlichkeitstrieb, wird ihm der Geist frei vom Werdetrieb, wird ihm der Geist frei vom Nichtwissenstrieb. Im Befreiten ist das Wissen von Befreitsein. Versiegt ist Geburt, ausgelebt das Reinheitsleben, vollbracht die Aufgabe, nichts weiteres nach diesem hier - erkennt er. Ein solcher, ihr Mönche, wird ein Mönch genannt, gebadet im inneren Bad.« Damals nun saß der Brahmane Sundarikabharadvaja in der Nähe des Erhabenen. Da nun sprach der Brahmane Sundarikabharadvaja zum Erhabenen so: »Geht aber der Herr Gotama zum Bahuka-Fluß, um zu baden?« »Was ist‘s, Brahmane, mit dem Bahuka-Fluß? Was soll der Bahuka-Fluß wirken?« »Der großen Masse gilt -der Bahuka-Fluß als Erlösung. Der großen Masse gilt der Bahuka-Fluß als Verdienst. Hinwegführen läßt die große Masse übel gewirktes Werk vom Bahuka-Fluß.« Da nun redete der Erhabene den Brahmanen Sundarikabharadvaja mit diesen Versen an: »In Bahuka, Acittaka, in Gaya, in Sundarika, Sarassati und Payaga und auch im Fluß Bahumati Wird nimmer rein in Ewigkeit der Tor, der schwarze Tat gewirkt. Was wird die Sundarika denn tun? Was Payaga, was der Bahuka-Fluß? Dem Mann voll Haß und sündigem Tun Wäscht sie wahrlich nicht ab das üble Werk. Dem Reinen ist der Himmel stets hell, stets ist für ihn Feiertag; Dem Reinen, der das Lichte wirkt, dem schlägt zum Guten alles Tun. Hier, wahrlich, Brahmane, bade du: Den Wesen allen lasse ihren Frieden! Wenn nimmer du die Lüge sprichst und nie ein Lebewesen quälst, Wenn Nichtgegebenes du nicht nimmst, vertrauensvoll, von Gieren frei, Was macht dein Gang zur Gaya dann? Für dich ist die Gaya Wasser nur.« Auf diese Worte sprach der Brahmane Sundarikabharadvaja zum Erhabenen so: »Vortrefflich, Herr Gotama, vortrefflich, Herr Gotama Gleich als wenn man, Herr Gotama, Umgestürztes aufrichtete oder Zugedecktes öffnete oder einem Verirrten den Weg zeigte oder eine Lampe in der Dunkelheit hielte: die da Augen haben, werden die Dinge sehen ebenso ist vom Herrn Gotama in gar mannigfacher Weise die Lehre gezeigt worden. Auch ich nehme Zuflucht beim Herrn Gotama, bei der Lehre und bei der Mönchsgemeinde. Ich möchte beim Herrn Gotama die Weihe des Austritts aus der Welt empfangen; ich möchte die Weihe des Eintritts in den Orden empfangen.« Und es empfing der Brahmane Sundarikabharadvaja beim Erhabenen die Weihe des Austritts aus der Welt, er empfing die Weihe des Eintritts in den Orden. Der ehrwürdige Bharadvaja aber, noch nicht lange in den Orden eingetreten, einsam, zurückgezogen, unnachlässig, eifrig, zielbewußt, hatte gar bald, um dessentwillen Edelgeborene ganz und gar aus dem Haus in die Hauslosigkeit hinausziehen, jenes unvergleichliche Ziel des Reinheitslebens erreicht, schon in diesem Dasein es unmittelbar durchschauend und verwirklichend: versiegt ist Geburt, ausgelebt das Reinheitsleben, vollbracht die Aufgabe, nichts weiteres nach diesem hier - die Einsicht ging auf. Und es war nun der ehrwürdige Bharadvaja einer der Heiligen. Majjhima-Nikaya

 

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