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Lehrreden des Buddha

DHAMMADAYADA-SUTTA

DIE LEHRREDE ERBEN IM GEIST
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SO HABE ICH GEI4ÖRT: Einstmals weilte der Erhabene in Savatthi, im jetavana, in Anathapindikas Mönchsheim. Da nun redete der Erhabene die Mönche an: *Ihr Mönche!« - »Herr!« erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene sprach so: »Erben im Geist, ihr Mönche, sollt ihr mir werden, nicht Erben im Fleisch. Mein Mitleid mit euch ist es ja, dies«: Ach, daß doch die Schüler mir Erben im Geist würden, nicht Erben im Fleisch! Wenn ihr mir, ihr Mönche, Erben im Fleisch, wüdet, nicht Erben im Geist, so würdet ihr daraufhin bezichtigt werden Erben im Fleisch sind des Lehrers Schüler, nicht Erben im Geist.‘ Und auch ich würde daraufhin bezichtigt werden- Erben im Fleisch sind „des ‚Lehrers Schüler, nicht Erben im Geist.‘ Wenn ihr aber, ihr Mönche, mir Erben im Geist würdet, nicht Erben im Fleisch, so würdet ihr daraufhin nicht bezüchtigt werden: Erben im Geist sind des Lehrers Schüler, nicht Erben im Fleisch.‘ Und auch ich würde daraufhin nicht bezichtigt werden: Erben im Geist sind des Lehrers Schüler, nicht Erben im Fleisch.‘ Darum werdet mir, ihr Mönche, Erben im Geist, nicht Erben im Fleisch. Mein Mitleid mit euch ist es ja, dieses: Ach daß doch die Schüler mir Erben im Geist würden, nicht Erben im Fleisch! Gesetzt, ihr Mönche, ich hätte gegessen, zur Genüge, fertig, zu Ende; wäre satt und befriedigt, und es wäre mir Almosenspeise übriggeblieben, die nun fortgeworfen werden,“ müßte, und es kämen zwei Mönche heran, erschöpft, entkräftet durch Hunger. Zu denen würde ich sprechen: Ich habe, ihr Mönche, gegessen, zur Genüge, fertig, zu Ende; bin satt und befriedigt, und es ist mir diese Almosenspeise übriggeblieben, die nun fortgeworfen werden muß. Wenn ihr wollt, so eßt, wenn ihr nicht eßt, so werde ich es an einer grasfreien Stelle fortwerfen oder in reinem Wasser entleeren.‘ Da käme dann dem einen Mönch der Gedanke: Der Erhabene hat gegessen, zur Genüge, fertig, zu Ende; ist satt und befriedigt, und es ist dem Erhabenen diese Almosenspeise übriggeblieben, die nun fortgeworfen werden muß. Wenn ich sie nicht esse, so wird der Erhabene sie jetzt an einer grasfreien Stelle fortwerfen oder in reinem Wasser entleeren. Gesagt hat aber der Erhabene: Erben im Geist, ihr Mönche, sollt ihr mir werden, nicht Erben im Fleisch!< Zum Fleischlichen gehört aber auch derartiges wie Almosenspeise. Sollte ich nicht diese Almosenspeise ungenossen lassen und in dieser Entkräftung durch Hunger so wie ich bin den Tag und die Nacht zubringen?‘ Der würde dann diese Almosenspeise ungenossen lassen und in eben dieser Entkräftung durch Hunger, so wie er ist, den Tag und die Nacht zubringen. Dem andern Mönch aber käme der Gedanke: Der Erhabene hat gegessen, zur Genüge, fertig, zu Ende; ist satt und befriedigt, und es ist dem Erhabenen diese Almosenspeise übriggeblieben, die nun fortgeworfen werden muß. Wenn ich sie nicht esse, so wird der Erhabene sie jetzt an einer grasfreien Stelle fortwerfen oder in reinem Wasser entleeren. Sollte ich nicht diese Almosenspeise genießen, der Entkräftung durch Hunger Herr werden und so den Tag und die Nacht zubringen?‘ Der würde dann diese Almosenspeise genießen, der Entkräftung durch Hunger Herr werden und so den Tag und die Nacht zubringen. Mag nun schon, ihr Mönche, jener Mönch diese Almosenspeise genießen, der Entkräftung durch Hunger Herr werden und so den Tag und die Nacht zubringen, aber jener erste Mönch ist mir eben würdiger und preislicher. Und aus welchem Grunde? Das wird, ihr Mönche, diesen Mönch für lange Zeit zur Befriedigung, zur Beruhigung, zur Reinigung, zur Genügsarnkeit, zur Entschlossenheit anleiten. Darum, ihr Mönche, sollt ihr mir Erben im Geist werden, nicht Erben im Fleisch. Mein Mitleid mit euch ist es ja, dieses- Ach, daß doch die Schüler mir Erben im Geist würden, nicht Erben im Fleisch« So sprach der Erhabene. Nachdem der Wegesmächtige dieses gesprochen hatte, erhob er sich von seinem Sitz und ging ins Kloster hinein. Da nun, gleich nach dem Weggang des Erhabenen, redete der ehrwürdige Sariputta die Mönche an: »Brüder Mönche!« - »Bruder!« erwiderten da jene Mönche dem ehrwürdigen Sariputta. Der ehrwürdige Sariputta sprach so: »Inwiefern nun wohl, ihr Brüder, streben dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nicht nach in Entfremdung? Inwiefern aber streben dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nach in Entfremdung?« »Selbst von weit her, Bruder, würden wir herankommen, um beim ehrwürdigen Sariputta dieser Rede Sinn zu verstehen. Dank, wahrlich, würden wir ja dem ehrwürdigen Sariputta wissen, wenn er dieser Rede Sinn klären wollte. Wenn sie es vom ehrwürdigen Sariputta gehört haben, werden die Mönche es bewahren.« »So hört denn, ihr Brüder! Achtet wohl auf! Ich werde reden.« »ja, Bruder«, erwiderten da jene Mönche dem ehrwürdigen Sariputta. Der ehrwürdige Sariputta sprach so: »Da streben, ihr Brüder, dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nicht nach in Entfremdung, und die Dinge, von welchen der Lehrer das Aufgeben gelehrt hat, die geben sie nicht auf und sind wohllebig, üppig, die ersten beim Verkehr, widersetzlich gegen die Abgeschiedenheit. Da, ihr Brüder, werden die älteren Mönche, werden die mittleren Mönche, werden die jungen Mönche in drei Punkten tadelnswert: Dem abgeschieden weilenden Lehrer streben die Schüler nicht nach in Entfremdung - das ist der erste Punkt. Und die Dinge, von welchen der Lehrer das Aufgeben gelehrt hat, die geben sie nicht auf - das ist der zweite Punkt. Und sie sind wohllebig, üppig, die ersten beim Verkehr, widersetzlich gegen die Abgeschiedenheit - das ist der dritte Punkt. In diesen drei Punkten, ihr Brüder, werden die älteren, die mittleren und die jungen Mönche tadelnswert. Und insofern, ihr Brüder, streben dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nicht nach in Entfremdung. Inwiefern aber streben dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nach in Entfremdung? Da streben, ihr Brüder, dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nach in Entfremdung, und die Dinge, von welchen der Lehrer das Aufgeben gelehrt hat, die geben sie auf und sind nicht wohllebig, nicht üppig, widersetzlich gegen Verkehr, bei der Abgeschiedenheit die ersten. Da, ihr Brüder, werden die älteren Mönche, werden die mittleren Mönche, werden die jungen Mönche in drei Punkten lobenswert: Dem abgeschieden weilenden Lehrer streben die Schüler nach in Entfremdung - das ist der erste Punkt. Und die Dinge, von welchen der Lehrer das Aufgeben gelehrt hat, die geben sie auf - das ist der zweite Punkt Und sie sind nicht wohllebig, nicht üppig, widersetzlich gegen Verkehr, bei der Abgeschiedenheit die ersten - das ist der dritte Punkt. In diesen drei Punkten, ihr Brüder, werden die älteren, die mittleren und die jungen Mönche lobenswert. Und insofern, ihr Brüder, streben dem abgeschieden weilenden Lehrer die Schüler nach in Entfremdung. Böse nun, ihr Brüder, ist die Lust, und böse ist der Haß, und zum Aufgeben der Lust, zum Aufgeben des Hasses ist ein mittlerer Weg da, der sehend macht, der wissend macht; zum Zuruhekommen, zur unmittelbaren Einsicht, zum Erwachen, zum Verlöschen führt er. Und was, ihr Brüder, ist das für ein mittlerer Weg, der sehend macht, der wissend macht, der zum Zurruhekommen, zur unmittelbaren Einsicht, zum Erwachen, zum Verlöschen führt? Eben dieser edle; achtgliedrige Pfad, nämlich: rechte Anschauung, rechter Entschluß, rechte Rede, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Verinnerung, rechte Vertiefung. Und das, ihr Brüder, ist der mittlere Weg, der sehend macht, der wissend macht, der zum Zuruhekommen, zur unmittelbaren Einsicht, zum Erwachen, zum Verlöschen fährt. Böse nun,‘ ihr Brüder, ist der Zorn und böse die Feindschaft; böse ist die Heuchelei und böse der Neid; böse ist die Eifersucht und böse der Geiz; böse ist der Trug und böse die Hinterlist; böse ist die Stumpfheit und böse die Heftigkeit; böse ist der Stolz und böse die Überhebung; böse ist die Schlaffheit und böse die Trägheit. Und zum Aufgeben aller dieser bösen Dinge ist ein mittlerer Weg da, der sehend macht, der wissend macht; zum Zuruhekommen, zur unmittelbaren Einsicht, zum Erwachen, zum Verlöschen führt er. Und was, ihr Brüder, ist das für ein mittlerer Weg, der sehend macht, der wissend macht, der zum Zuruhekommen, zur unmittelbaren Einsicht, zum Erwachen, zum Verlöschen führt? Eben dieser edle, achtteilige Pfad, nämlich: rechte Anschauung, rechter Entschluß, rechte Rede, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Verinnerung, rechte Vertiefung. Und das, ihr Brüder, ist der mittlere Weg, der sehend macht, der wissend macht, der zum Zuruhekommen, zur unmittelbaren Einsicht, zum Erwachen, zum Verlöschen führt.« So sprach der ehrwürdige Sariputta. Beglückt freuten jene Mönche sich über das Wort des ehrwürdigen Sariputta. abirpa-Nikaya

 

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