Vom Himmel zur Erde und zurück.

Im Himmel:
(0) Einheit von Geist und Seele.
(1) Seele - unveränderlich - seiend - Gesetz - Prinzip - Licht - Liebe
(2) Geist - veränderlich - lebendig - Lebensenergie - Bewusstsein - allwissend - Antrieb

In diesem Göttlichen, gibt es ein Seiendes, und ein Lebendiges. Somit ist dieser Gott ein -

LEBENDIG SEIENDES.

Dieses Seiende, kann man sich bildlich vorstellen, wie die mit Wasser durchtränkte Luft. (Feuchtigkeit (Geist) in der Luft (Seele)).
Wie sich nun die Wasserpartikel in der Luft an Staubteilchen sammeln, und dann als Regentropfen zu Erde fallen, so sammeln sich auch die "Geistpartikel" im Selbst, um eine VORSTELLUNG, ein BEWUSSTSEIN - mit BEGEHREN (Wunsch, Zu- und Abneigung).
Die Seele (1) will das Begehren des Geistes (2) erfüllen. Doch das geht nicht im unveränderlichen Sein, sondern nur im materiellen Dasein. Somit wird dieser "Geisttropfen" mit Begehren in der materiellen Welt in einem Körper geboren. (Je nach Vorstellung (Bewusstsein) als Pflanze, Tier oder Mensch).
Ist der Geistfunke in einem materiellen Körper, nimmt er durch die jeweilige Sinneswahrnehmung, die Vorstellung - ICH BIN dieser Körper - an. (Ich bin Baum, ich bin Reh, ich bin Mensch).

Im Menschen:
(X) Bewusstsein - Summe der 3 Faktoren, ES, ICH, Überich - ein BEWUSSTER - SEIN - ZUSTAND.
(3 (ES) Selbst - Geistfunke - Gewissen - Antrieb - Lebensenergie - Verbindung zur Seele
(4 (ICH) Ego - Illusion - Begehren - Vorstellung - Person - Körper
(5 (ÜBERICH) - Verstand - Informationszentrale - Denken - Erinnern - Erkennen - Verstehen
(6) Sinneswahrnehmung - sehen - hören - schmecken - riechen - empfinden
(7) Objekte - materielle - geistige - seelische

Bei Pflanzen und Tieren, geht die Weiterentwicklung des lebendigen Geistes (3) in der Materie noch dem göttlichen Prinzip (1) entsprechend weiter. Die materielle Natur zwingt das Lebewesen (Prinzip der Auslese, der bessere setzt sich durch) zu dieser Weiterentwicklung.
Tiere, und Kleinkinder, haben noch kein Ego (4). Erst durch die Sinneswahrnehmung, und den entsprechenden Zu- und Abneigungen (das ist mir angenehm, und das ist mir unangenehm), und dem daraus entstehenden Begehren (nach dem Angenehmen), wird nach und nach das Ego aufgebaut. Das Kind befindet sich noch in einem göttlichen Bewusstsein, doch es ist sich dessen nicht bewusst.
Beim heranwachsenden Menschen kommt nun ein Faktor hinzu, der als Ego (4) bezeichnet wird. Dieses Ego entsteht durch die Sinneswahrnehmung (6), in Berührung mit den Sinnesobjekten (7), worauf die jeweiligen, individuellen Neigungen (Zu- und Abneigung) des Menschen ansprechen.
Dieses Ego, legt sich sinnbildlich, zwischen das Selbst (3) und den Verstand (5). Dieses Ego dient nur der Person, und erzeugt durch Angst und Sicherheitsbedürfnis das Begehren für sICH. Dadurch entsteht dem Menschen im Verstand die Vorstellung, er sei Person und Körper. Diese Person, muß erhalten werden, und sich fortpflanzen. Dafür sorgt der Geistfunke als Antrieb - Arterhaltung und Selbsterhaltung. Die Verbindung des Verstandes (5) zum wahren Selbst (3) wird durch das Ego (4) unterbrochen, und das Selbst wirkt von da an nur noch als Gewissen. In dieses Selbst wird von nun an alles verdrängt, was der Mensch im Verstand nicht verarbeiten will. Somit ist das Selbst im Menschen auch das Unterbewusstsein, das dem Menschen nicht mehr bewusst ist. Man könnte auch sagen, der Müllabladeplatz für Dinge, mit denen sich der Mensch im Verstand nicht beschäftigen will, und was er auf Grund seines Ego´s (Schutz, Angst) nicht akzeptiert, oder wahr haben will.
Da das Selbst (3), gleichzeitig als "Spiegel" der Seele (1) fungiert, und sowohl Licht, als auch Liebe in den Menschen bringt, wirkt auch hier das Ego (4) als Filter, der weder Licht noch Liebe in den menschlichen Verstand dringen lässt. So kann das Licht durch das Ego, bis zur tiefsten Dunkelheit zurück gehalten, und die Liebe bis zu Wut und Hass (durch das Ego) umgewandelt werden.
Der Mensch wird unbewusst, und handelt nur noch auf Grund seiner Sinneswahrnehmungen in Verbindung mit der Außenwelt - also nach seinen individuellen Lebenserfahrungen. In der heutigen Zeit kommt noch die große Einflussname der Medien hinzu, welche sowohl das Denken beeinflussen, als auch das Begehren steigern. Das bedeutet dann:

TIEFSTE NACHT - DUNKELHEIT - UNBEWUSSTHEIT

Unbewusst darum, weil der Mensch in diesem Zustand, von seinem wahren, göttlichen Selbst (3), keine Ahnung mehr hat. Er hält sich für Körper und Person, und handelt - gesteuert durch die Sinneswahrnehmung und seinen Begehren - nur noch für sICH - die Person.

Wie Egoistisch unsere Gesellschaft (in den sogenannten zivilisierten Ländern) zwischenzeitlich geworden ist, dürfte offensichtlich sein. Wir haben Menschen, die mit Milliarden noch nicht genug haben, während Millionen hungern. Ersichtlich ist auch, daß die Begierde, mit noch so viel Reichtum und materiellem Besitz, nicht zufrieden gestellt werden kann.

Die Sehnsucht unseres Selbst wieder mit der Seele vereint zu werden,
wird durch das Ego in Begehren für die Person gewandelt.

Darum ist dieses Begehren durch materiellen Besitz, durch Macht und Anerkennung, durch Ruhm und Ehre, NICHT zu stillen.
Erst wenn das Ego gemindert wird, kann diese Sehnsucht nach der göttlichen Seele wieder im Verstand wahr genommen werden. Dann kommt auch das Licht der Seele in den Verstand zur Erkenntnis, und die Liebe in´s Herz zum Verständnis. Nur dadurch, erweitert sich das Bewusstsein (X) des Menschen. Wahre Erkenntnis kommt immer aus unserem Selbst (3) in den Verstand (5), wenn das Ego (4) abgebaut, und die Begehren gemindert werden. Jede Erkenntnis, die im Verstand in Verständnis gewandelt wurde, geht in das Bewusstsein, und geht nie verloren. Doch alles Wissen aus Büchern nützt so lange nichts, bis es aus dem Selbst erkannt, und im Verstand auch verstanden wurde.

Das Ziel des Menschen, bei seiner spirituellen Weiterentwicklung sollte klar sein. Wenn das Ego verschwindet (sich mindert), kann, sowohl mehr Licht zur Erkenntnis, mehr Liebe zum Verständnis, und mehr Sehnsucht nach der Einheit (als Begehren für sICH) entstehen, und das BEWUSSTE SEIN erweitert sich. Durch das Mindern des Ego´s, bekommt der Mensch mehr Zugang zu seinem Selbst - das als Gewissen fungiert. Er lernt, mehr auf sein Selbst, als auf sein Ego zu "hören". Er läßt seinen Verstand nicht mehr durch die Sinneswahrnehmung beeinflussen. Er glaubt nicht mehr, was ihm eingeredet wird, sondern er denkt SELBST - aus dem Selbst.

In den Upanishaden gibt es diese treffende Aussage:
Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, aufgegeben sind, wird der Sterbliche unsterblich.
Wenn alle Knoten, die das Herz einschnüren, gelöst sind, wird der Sterbliche unsterblich.

Einfacher und besser ist es nicht zu sagen. Das ganze materielle Leben ist ein AUSLEBEN aller Vorstellungsmöglichkeiten des göttlichen Geistes - als Funke in einem individuellen Körper. Doch wenn dieser geistfunke (Selbst (3)) einen Körper belebt, entsteht das Begehren. Dadurch werden nicht die Vorstellungen des Selbst, sondern das Begehren der Person (Ego) ausgelebt. Darum sage ich auch, der Mensch muß erst SATT von der Welt werden, bevor er sich befreien kann. Doch wer in der Welt genügend gesehen und erlebt hat, und wer die Sehnsucht nach Gott in seinem Herzen spürt, der sollte sich auf den Weg "zurück" machen. Zurück zum Ursprung, in die göttliche EINHEIT - wo er herkommt.

Das Selbst (3) in jedem Menschen, ist mit dem göttlichen Geist (2), und somit mit allem was auf Erden lebt, verbunden. Dieses Selbst mit dem entsprechenden Bewusstsein, hat schon Tausende von Leben mitgemacht. Denn mit dem Bewusstseinszustand, mit dem der Mensch stirbt, wird er in einem anderen Körper, an einem anderen Ort, in andere Lebensumstände wieder geboren. So oft und so lange, bis im Bewusstsein des Menschen, kein Begehren mehr für sICH (die Person) vorhanden ist.
Denn die göttliche Seele (1) erfüllt dem göttlichen Geist (Selbst (3) - Geistfunke) jeden Wunsch und jedes Begehren. Was aber nur in einem Irdischen Dasein (einem materiellen Körper) möglich ist. Da dieses individuelle Selbst jedes Menschen, aus der Einheit heraus gefallen ist (Fall aus dem Paradies - durch die Erkenntnis von gut und böse), kennt es auch den WEG ZURÜCK! Doch dieses Selbst wird im Menschlichen Geist (Verstand) nur erkannt, wenn das Ego und alle Begehren abgebaut und aufgegeben wurden.

Je weniger Ego, um so mehr Erkenntnis aus dem Selbst.

Wer mehr über die göttlichen Gesetze und Prinzipien erfahren will, wer sich auf den Weg zur Vollendung machen will, und/oder wer mehr über die Bewusstseinsstufen erfahren will - die der Mensch auf dem Weg durchlebt - für Menschen dieser Art, sind meine Bücher gedacht. Beachten Sie auch die Sonderangebote, sie können viel Geld sparen.

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen

©Demetrius Degen
31,08,11

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