Durch die Dunkelheit zum Licht!

Ich beziehe mich auf den Tarot, und die 22 Bewusstseinsstufen.

Die schwierigste Aufgabe des Menschen bei seiner spirituellen Entwicklung, ist von der 18. Bewusstseinsstufe auf die 19. Bewusstseinsstufe. Das ist die Enge Pforte, das finstere Tal, das gehen in den mystischen Tod, der Tod des Ego, von der persönlichen Ich-Vorstellung zum wahren Selbst, usw.

In Kürze, die vorherigen Ereignisse:
15. Stufe: Der Mensch kommt zur höchsten Stufe seiner Entwicklung.
Symbolik: Moses am Dornbusch - das sprechen mit Gott, der Auftrag zur Befreiung, Ankündigung der Plagen. Jesus: Einzug in Jerusalem - Palmsontag, umjubelt. Apostel: Der hl. Geist kommt über sie, Auftrag, die Lehre zu verkünden - und sie redeten mit Engelszungen. Maria: Zeugung des Christus - Kindes, erfüllt vom Geiste. Noah: Auftrag zum Bau der Arche - Ankündigung der Sintflut.
Im Christentum wird diese Stufe als "Erleuchtung" bezeichnet, weil der Mensch im Geiste ganz nahe bei Gott ist - mit Gott spricht. Der Buddha bezeichnet diese Stufe als "Geisteshöhe".

16. Stufe: Der Mensch erlebt den Sturz vom Turm.
Weil er im Geistigen so hoch gekommen ist (Erkenntnis), wird er (von seinem Thron) herabgestürzt. Die jeweiligen Ereignisse können vielfältig sein, je nach individueller Situation des jeweiligen Menschen. Zum Beispiel durch VERRAT, durch Lug und Trug, falscher Nachrede, usw. verliert er seinen Job, seine Position in gehobenem Amt, oder ähnliches.
Symbolik: Bei Jesus der Verrat. Die anderen Geschichten zeigen diesen Verrat nicht extra, doch sie beginnen, ihren Auftrag zu erfüllen: Moses: Droht dem Pharao mit den Plagen. Apostel: Verkünden die Lehre. Maria: Zieht nach Jerusalem zur Zählung. Noah: Baut die Arche, und nimmt das LEBEN (alle Tierarten) mit - dann die Materie, wird vernichtet werden.
Auf jeden Fall wird der Mensch hier vom Schicksal gezwungen, ein komplett anderes Leben zu führen. Was natürlich auch mit dem Auftrag aus der vorigen Stufe zusammen hängt. Denn der Auftrag lautet: BEFREIE "Jerusalen" - BEFREIE Dein wahres SELBST! Also jetzt endlich und endgültig, ALLE Fesseln und Bindungen an das irdische Leben (persönliches Dasein) abzulegen. Dieser Schicksalsschlag aus heiterem Himmel hilft da mit.

17. Stufe: Hier beginnt schon die "Dunkelheit" (Karte: Sterne in der Nacht).
Sinnbildlich, ist der Mensch von der Sonnenseite her, auf den Dachgiebel gestiegen (der höchste Punkt). Der Sturz bedeutet, auf der Nachtseite herunter zu rutschen. Jetzt befindet er sich in der Dunkelheit. Wenn er vorher noch das Lustige im Leben gesehen hat, sieht er jetzt nur noch das Übel. Er sieht das Gleiche, hat aber eine andere Art der Wahrnehmung. Was er vorher positiv sah, sieht er jetzt Negativ.
Symbolik: Jesus: Die Gefangenname, Geißelung, und das Schicken von Pontius zu Pilatus. Moses: Beginn der Plagen. Maria: Das Suchen nach einer Herberge. Noah: Der Regen beginnt. Apostel: Die Verfolgung. Bei Plato Höhlengleichnis: Wer vom Licht (geblendet) zurück in die Höhle kommt, sieht der nicht noch lange alles im Dunkeln? Sieht der nicht noch weniger, wie alle Anderen, die schon immer in der Höhle, und nicht beim Licht waren?

18. Stufe: Die Probleme wachsen (Karte: Mond in der Nacht).
Hier wird es also ERNST! Hier kommt der Mensch zum Übergang in die göttliche Welt. Hier muß das Ego "sterben", damit auf der anderen Seite das wahre Selbst erwachen kann. Wie schon erwähnt, sieht der Mensch die materielle Welt in tiefster Dunkelheit. Er hat seine Begehren schon so weit gemindert, daß ihn so gut wie nichts mehr in der Welt interessiert. Er wird vollkommen Lustlos und träge. Jede Handlung wird Im zur Last. Er macht nur noch das allernötigste, weil ihm auch nichts mehr als wichtig erscheint. Er lebt alleine, und so weit es möglich ist, vollkommen zurückgezogen. Seine ehemaligen Freunde haben ihn längst verlassen. Genau jetzt, verlässt ihn auch noch Gott. Besser gesagt, der Gott spricht nicht mehr mit ihm, und er findet keinen Zugang mehr zu Ihm. Der Mensch ist hier von Gott und der Welt verlassen.
Das ist aber notwendig, damit der Mensch sein letztes Krümel Ego noch ablegen kann. Denn, so lange der Mensch noch einen Hauch Vergnügen in dieser Welt findet, kann er sich nicht befreien. In sofern ist dieser Zustand eine Hilfe zur letzten Befreiung.
Symbolik: Noah: Der Regen hat aufgehört, das Land (Irdische) ist verschwunden, die Arche treibt steuerlos auf dem Wasser. Noah ist hier auch von Gott verlassen! Jesus: Zunächst bricht er unter der Last des Kreuzes - das er tragen muß - mehrmals zusammen (Das zeigt, wie schwer die Last zu tragen ist, die der Mensch auf dieser Stufe aushalten muß. Dann am Kreuz - mein Gott mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Maria: Die Herberge in einem Stall - was symbolisch zeigt, daß der Mensch hier mit dem allernötigsten zufrieden ist. Moses: Steigerung der Plagen, bis zum Tod des Erstgeborenen (des liebsten Menschen).

Was kann der Mensch jetzt noch tun?
Zunächst geht es noch um den Stolz. Dieser Stolz bezieht sich nicht auf Irdisches, sondern auf die Erkenntnis. Vielleicht hält er sich noch für Weise. Das Orakel von Delphi wurde gefragt, wer der Weiseste ist, und es Antwortete: Plato - denn er weiß schon, daß er nichts weiß.
Man muß hier erkennen, daß das göttliche Selbst, nie als GANZES zu erkennen ist. Das göttliche Selbst kann man nur SEIN.
Zwei Aussagen: (Thomas von Aquin: "Alles was ich geschrieben habe, kommt mir vor wie Stroh".
Ein anderer sagt: (?) Man muß die Leiter umwerfen, auf der man hochgestiegen ist".
Man muß also erkennen, daß die Ganze Weisheit - die zwar notwendig war, um zur höchsten Erkenntnis zu kommen - nicht genügt, um das Göttliche zu erreichen. Das Göttliche kann man nur SEIN!
Dann noch Shakespiere: "Wir waren wahrlich auch nicht dumm, doch jetzt so kehrt sich alles um.
Und: "Da steh ich nun ich armer Thor, und bin nicht klüger als wie zuvor".
Dann muß der Mensch - wie wenn er wirklich in den Tod gehen würde - mit allem, was er im Leben getan oder unterlassen hat, ABRECHNEN. Er muß allen verzeihen, und sich selbst alles verzeihen. Er muß dahin kommen, daß er NICHTS mehr zu erledigen und nichts mehr zu verlieren, nichts zu gewinnen, nichts zu bereuen hat. Jeder Gedanke - das müsste ich noch regeln, da muß ich noch helfen, jenes noch bewirken, das muß ich wieder gutmachen, usw. ist hinderlich. Es darf in dieser Welt für Ihn (den Menschen) nichts mehr zu erreichen, zu bewirken, zu erledigen geben. Er muß im Bewusstsein mit diesem Leben ABSCHLIESSEN. Dieser Mensch handelt nur noch (was eben notwendig ist), doch mit seinem Handeln will er nichts mehr bewirken. Er macht diese Arbeit, weil diese Arbeit notwendig ist - für die Existenz des Körpers. Auch Freud oder Leid, Glück oder Unglück, Erfolg oder Misserfolg, darf ihn nicht mehr interessieren. Der Mensch muß ein BEDINGUNGSLOSES Vertrauen zu seinem Gott (oder der Lehre) gewinnen.
Jesus: Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist. Hierzu auch eine Aussage des Buddha: Und weiter noch, Potthapada, durch das Fahrenlassen von Glück, durch das Fahrenlassen von Leid, durch das Hinschwinden der früheren Befriedigungen und Bekümmernisse weilt ein Mönch im Besitz der vierten Gedankenstufe.
Der Mensch erinnert sich also hier an seine früheren Befriedigungen und Bekümmernisse!
Bei Jesus wird das symbolisiert: Als Jesus starb, standen die Toten aus den Gräbern auf! Das längst vergessene, taucht in der Erinnerung des Menschen wieder auf.
Hat er das hinter sich, kommt er an die "Schwelle" zwischen Diesseits und Jenseits - von Leben und Tod.
Doch da stehen zwei "Wächter", die ihn aufhalten wollen. Der Arterhaltungstrieb, und der Selbsterhaltungstrieb. Vor dem Selbsterhaltungstrieb hat er keine Angst, denn er weiß schon längst, daß es keinen wirklichen Tod gibt. Im schlimmsten Fall, wird er wieder in einem anderen Körper geboren, und hat eine neue Möglichkeit diese Schwelle zu überschreiten. Im günstigsten Falle kommt er über die Schwelle, und geht in´s ewige Leben. Doch der Arterhaltungstrieb kann noch Probleme machen. Er packt ihn bei dem LIEBSTEN Menschen. Das kann eben ein Kind sein, oder Freund, oder Ehepartner. Wie auch immer. Hier wird der Mensch auf die Probe gestellt, ob er auch auf das (sein) LIEBSTES verzichten kann.
In der Bibel wird eine gute Symbolik gezeigt: Abraham, soll seinen geliebten Sohn opfern. Auch das war nur eine Prüfung, für den Bedingungslosen Glauben an Gott. So muß der Mensch, hier auf welche Art auch immer, unter Beweis stellen, daß im Gott wichtiger ist, als der Liebste Mensch auf dieser Welt. Ist diese Prüfung bestenden, kann er endlich gehen.
Es ist ein enger Weg, und man darf nicht abweichen. Ich sprach am Anfang vom Giebel eines Daches, mit einer Sonnen- und einer Nachtseite. Der Mensch ist jetzt sinnbildlich wieder zum Dachgiebel gekommen, doch darf er jetzt nicht mehr auf die Eine- oder die Andere Seite abrutschen. Man rutscht aber unweigerlich ab und zu aus, dann muß man schleunigst wieder dahin, wo man hergekommen ist. Man muß erkennen - was habe ich denn jetzt wieder falsch gemacht?
Man bekommt immer "Lichtblicke", und denkt: "Jetzt habe ich es geschafft" - und schwupp rutscht man wieder etwas ab. Sinnbildlich immer zwei Schritte vor, und einer zurück.
Bei Noah: Wird das gezeigt, wenn er Vögel (erst Rabe, dann Taube) ausschickt, um Land zu finden. Jesus: Der Tod am Kreuz. Moses: Durchzug durch das rote Meer.

19. Stufe: Grablegung - Wandlung (Karte: Die Sonne).
Geschafft, (Bibel: Es ist vollbracht) das Ego ist "gestorben". Der Mensch kommt zu vollkommener innerer Ruhe und Gelassenheit. Die geistige "Sonne" durchstrahlt den ganzen Körper, und wandelt diesen (den ganzen Menschen) um. (Von Licht reflektierend, zu Licht gebend - vom Mond - der das Licht reflektiert, zur Sonne - die das Licht gibt). Das ist der "Heilige", und der Diener Gottes. Hier erfährt er, was seine Aufgabe in diesem Leben ist, und tut alles - was in seinen Möglichkeiten liegt, um diese Aufgabe zu erfüllen. Das ist auch die "Vollendung" des irdischen Daseins, denn er hat sich (wie in der Bibel steht), die Erde Untertan gemacht. Er ist das göttliche Kind (der Christus, der auferstehen wird), und die Weiterentwicklung geht nur noch in Geistig - Spirituellen - Fähigkeiten.
Jesus im Grab, die Wandlung zum Christus. Buddha: so wendet, so lenkt er den Geist auf die Hervorbringen, eines geistartigen Körpers.

20. Erinnerung an ALLE Leben und Auferstehung des NEUEN Menschen (Karte: Das Gericht)
21. Himmelfahrt (Eins mit Gott) (Karte: Die Welt - geistiger Aspekt)
22. (Karte: Der Narr - Menschlicher Aspekt)

Hier die Symbolik der höchsten Stufen bei Dornröschen:

Dornröschen steigt an ihrem 16. Geburtstag auf den Turm. (Die 16 ist schon ein Hinweis auf die Tarot - Karte). Dort wird sie von der Spindel gestochen (Verletzung bis ins INNERSTE) und "stirbt". Die Zeit (das Leben) bleibt stehen!
Dornröschen ist sinnbildlich das Selbst (Herz) des Menschen. Der Mensch wird hier bis in´s INNERSTE seines Selbst (Herz) verletzt. Darum baut er ein "Schutzschild" um sich herum auf (die Dornenhecke), die ALLES zurückhält (abstößt), was von Außen - der materiellen Welt - an ihn heran kommen könnte. Er schützt sich vor weiteren Verletzungen, und läßt nichts mehr an sich heran. Wer von Außen kommt, trifft nur auf "Dornen". Wer diese Dornenhecke überwinden kann, ist nur der richtige "Prinz".
Dieser Prinz ist der Geist (Verstand) des Menschen. Der Mensch kann sich ja nicht auf ewig, von der materiellen Welt fern halten (auch wenn er das am liebsten machen würde), denn er muß ja leben, und in der materiellen Welt handeln. Somit handelt der Mensch in der materiellen Welt nur noch aus dem Geist!!! Doch der Geist ist eiskalt, da ihm das Herz fehlt.
Der weitere Weg, die Entwicklung, und das Bewußtwerden, geht von nun an nur noch über den Geist, die Logik, den Verstand. Der Geist muß erkennen, warum sein Selbst so stark verletzt wurde. Er muß die Ursache erkennen, damit er den Übeltäter vernichten kann. Dazu braucht er Erkenntnis und Verständnis der Dinge, wie sie wirklich sind.
Darum muß er sein INNERSTES (Unterbewusstsein - UNTERWELT(Odysseus, Orpheus)) erforschen. Das Unbewusste, wird in der Bibel immer als Nacht oder Dunkelheit bezeichnet, und in der Mythologie als Unterwelt. Darum geht der Mensch hier durch die "Nacht" (17. - 18. Stufe) durch sein tiefstes Unterbewusstsein.

Hier ein Link: "Berühmte psychisch kranke Persönlichkeiten", der verdeutlicht, daß die sogenannten "Genies", sehr oft durch diese "NACHT" gingen oder gehen mußten.

Das Selbst ist das Seiende (unbewegliche), und der Geist ist das Bewegliche. Somit muß der Geist zum Selbst kommen.

Nur durch das ERKENNEN und VERSTEHEN, kommt der Geist wieder zu seinem Selbst, (19. Stufe) aus den Dornen werden wieder Blumen. Der Prinz kommt zu Dornröschen, und durch die Liebe (Kuss) erwacht es aus dem "Schlaf" (20) das NEUE Leben beginnt. Wenn beide heiraten - der Geist wird EINS mit dem Selbst, bedeutet das die Mystische Hochzeit (21. Stufe). Der Geist ist wieder EINS mit der Seele.

Ich denke, daß damit auch klar geworden ist, daß die Bibel reine Symbolik ist, die dem Taro - TORA, entspricht. Zudem sollte auch klar sein, daß dieser hohe Bewusstseinszustand, aus dem SELBST erreicht werden muß.

In der Bhagavad Gita steht: Unter Tausenden, ist vielleicht einer, der sich befreit. (10. Bewusstseinsstufe) Von denen allen, die sich befreit haben, erkennt mich in Wahrheit vielleicht EINER! Also,

Mehr über die Bewusstseinstufen - den Weg und den Gesetzen, in meinen Büchern!
SONDERANGEBOTE:

©Demetrius Degen
15,08,11

Counter