Die Bewusstseinsstufen des Menschen 3/7

3. Teil:

8. Die Gerechtigkeit:

Zahl 8, Buchstabe GETH. Die Zahl 8 symbolisiert den Kreis des Geistes, und dessen Spiegelung (Materie). Den Kreislauf der Unendlichkeit in den zwei Welten.
Der Buchstabe GETH entspricht in der Kabbala dem 8. Sephirot: Hod was Anerkennung und Pracht bedeutet.
Jetzt beginnt der Mensch in sich aufzuräumen. Der Mensch wird immer genauer, immer feinfühliger, im Erfüllen seiner Pflichten und Aufgaben. Er ist hart, aber gerecht. Weil er zu sich selbst so genau ist und auf jede falsche Tat, jedes falsche Wort und jeden falschen Gedanken achtet, darum wird er auch strenger mit seinen Mitmenschen. Er sucht sich schon genau aus, mit wem er Umgang hat, mit wem er verkehrt. Er ist nicht mehr dieser umjubelte Mensch auf dem Triumphwagen. Er duldet auch keine Ungerechtigkeiten mehr, und er würde schon nichts mehr tun, was gegen seine Moralvorstellung ist. Er ist gerecht und er kämpft für die Gerechtigkeit, ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Er wird kompromisslos. Eigene Vorteile oder Nachteile interessieren ihn nicht. Er macht nur das, was er für RICHTIG hält. Die guten Worte, die er früher für die Menschen hatte, werden zur „harten“ WAHRHEIT. Aber wer will schon die Wahrheit über sich selbst hören? Dieser Mensch weiß schon, dass die Wahrheit zwar schwer zu ertragen ist, aber dass man nur daraus wirklich lernt. Er hat schon erkannt, dass er gerade durch seine „Feinde“, die ihm die Wahrheit ins Gesicht sagen, am meisten gelernt hat und von vermeintlichen Freunden, die ihm nur das sagten, was er hören wollte, lernte er nichts.
Dieser Mensch geht also gerecht und gradlinig seinen Weg. Lieber verliert er Gut und Geld, als dass er diesen Weg verlässt.

Kursfrage: Ist diese Bewusstseinstufe mit sehr viel Leid verbunden ? Wenn man den Weg des Gerechten geht, dann bekommt man viel GEGENWIND . Nein, eigentlich nicht. Man leistet ja sehr viel und ist quasi VORBILD. Auch die Gerechtigkeit wird geachtet (von den Gerechten). (Die Faulenzer werden Sie natürlich nicht achten, weil Sie viel von ihnen verlangen). Man ist ja nicht mehr LAUNEN unterworfen – man ist immer GLEICH. Es gibt nur KLARE Anweisungen und Richtlinien, die jeder einhalten kann – und nicht heute gut und morgen schlecht. Heute lasse ich es durchgehen, weil ich gute Laune habe und morgen brülle ich bei der gleichen Sache herum – weil ich schlechte Laune habe – DAS GIBT es NICHT für diesen Menschen. Sie sind also VERLÄSSLICH, ZUVERLÄSSIG. Auf Ihr Wort kann man sich zu 100% verlassen, was Sie sagen, das GILT. Menschen müssen geführt werden und wenn sie korrekt geführt werden, dann ACHTEN sie das. —— Ende.

Bei Moses wird diese GERECHTIGKEIT in vielfacher Hinsicht gezeigt. Zunächst hilft er der alten Frau, (seiner Mutter – was er noch nicht weiß) deren Kleidung sich unter einer Steinrolle verfangen hatte, die drohte diese Frau zu überrollen. Hier kommt Moses auch das erste mal mit Joshua (göttlicher Geist) zusammen. Er hört auf Joshua (sein SELBST) und gibt die Kornspeicher der Priester für die Sklaven frei – was ihm die Missgunst der Priester einbringt. Danach bekommt er einen Auftrag (eine Stadt zu erbauen), er übernimmt Verantwortung. In seinem Handeln geht er gradlinig vor, ohne von Recht und Ordnung abzuweichen. Auch, auf die Gefahr, eigenen Vorteil zu verlieren. So kommt er auch nicht zum Pharao, der ihn rufen lässt, weil er seine Pflicht erfüllen muss, auch auf die Gefahr hin, beim Pharao in Ungnade zu fallen. (obwohl er ja für den Pharao (irdische Ebene) noch tätig ist. Verrat und Mord zeigen, wie Moses sich die Frage stellt, ob alles richtig ist, was er tut (was ist das für ein Wesen, das mich hier GEFANGEN hält). Jetzt will Moses wissen, was sein Ursprung ist (wo komme ich her?). Frage nach dem WARUM! So, wie Moses hier seinen Gerechtigkeitssinn zeigt und das Korn der Priester an die Sklaven verteilt, auf diese Art handelt der Mensch, der diese B-Stufe erreicht hat. Aber er fängt schon an zu fragen, ob er auch das Richtige tut. Er sieht schon, dass er Einflüssen unterworfen ist.

9. Der Eremit:

Zahl 9, Buchstabe TETH. Die Zahl 9 bedeutet die absolute Passivität in der Zahlenmystik. Dieser Zustand trägt ein Einsiedler auch in sich. Er ist absolut passiv und vollkommen unpersönlich geworden. Der Buchstabe TETH stellt hieroglyphisch die Idee von Schutz und Sicherheit dar.

Wie der Buddha sagt: Der Mensch ist sich Selbst (in seinem SELBST) Zuflucht und Schutz.

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