Die Bewusstseinsstufen des Menschen 2/7

2. Teil:

5. Der Hohepriester:

Zahl 5 Buchstabe HE, wird von den Eingeweihten als die Christuszahl oder die Zahl des Logos bezeichnet. Die Zahl 5 ist also die Zahl des universellen Geistes. Dieser göttliche Geist durchfließt den menschlichen Körper in der Form eines 5 - Ecksterns. Die 5 Eckpunkte des Menschen – 2 Arme, 2 Beine und der Kopf.
Der Buchstabe HE entspricht in der Kabbala der 5. Sephirot, der Pachad heißt und als Furcht, Urteil und Stärke gedeutet werden kann. Hieroglyphisch ist es der Atem.
Durch sein positives- und kontrolliertes Denken, macht dieser Mensch große Fortschritte im geistigen Leben. Er lernt langsam nach seiner Inneren Überzeugung zu leben. Wenn ihm auch der Verstand noch oft widerspricht. Er kämpft schon gegen falsche Vorstellungen an, gegen hinderliche Gedanken. Er handelt bereits aus seinem Selbst ganz intuitiv, obwohl er es noch gar nicht kennt. Er erkennt und weiß auch schon, dass der Geist den gesamten Körper durchdringt und nicht nur ein Teil des Körpers ist. Er nutzt diese Kräfte für seinen eigenen Fortschritt.
Er erkennt auch seine Triebe. Den Selbsterhaltungstrieb, den er schon dadurch etwas beherrscht, dass er nicht alles isst und trinkt, was ihm geboten wird. Das Gleiche gilt für den Arterhaltungstrieb. Auch hier ist er wählerisch. Er weiß, dass eine innere Zuneigung und geistige Verbindung notwendig ist, um beglückende, körperliche Liebe zu empfinden. Er sieht also in erster Linie den Menschen, die Art, den Charakter und dann erst das Geschlecht. Er weiß schon, dass der Geist kein Geschlecht hat, sondern sich im Körper nur mit einem Geschlecht identifiziert. Also, die Auffassung von einem Geschlecht annimmt.
Dieser Mensch lebt schon absichtlich züchtig und kontrolliert.

Kursfrage: Könnten Sie diese Stufe noch etwas verdeutlichen!? Gibt es hier schon Vergleiche zur Bibel? Ja, auf dieser Stufe erwacht zum ersten Mal das Bewusstsein – ich bin nicht nur Körper, sondern ich bin Geist. Vorher hat er sich nur mit dem Körper, der Person identifiziert. Jetzt erkennt er, ach – da ist ja noch mehr, da ist ja etwas Geistiges, etwas Spirituelles. Dieser Geist in uns, ist also der Christus. Christus ist ja nur ein Bibelausdruck für GEIST in UNS. Der Mensch auf dieser Stufe lernt diesen Geist in sich nun das erste Mal kennen. Vorher hat er ja diese geistigen Phänomene beobachtet – Geistheilung, usw. hat sich aber SELBST noch nicht damit identifiziert. Er hat diesen Geist also AUSSERHALB gesehen. Jetzt erkennt er: Dieser Geist ist ja auch IN MIR. ——— Ende.

6. Der Scheideweg:

Der 6. Buchstabe VAU. Die Zahl 6 ergibt sich aus den zwei ineinander gefügten Dreiecken: Ein Dreieck steht mit der Spitze nach oben, (die Dreiheit der materiellen Welt) das andere mit der Spitze nach unten (die Dreiheit der geistigen Welt). Der Judenstern hat auch diese Bedeutung.
Der Buchstabe VAU bedeutet das Auge und das Wahrnehmen von Helligkeit – Licht. Also Erkenntnis.

Wir haben schon gesehen, dass der Kampf schon begonnen hat, zwischen dem göttlichen Geist in uns und dem falschen Ich. Der Mensch muss sich hier entscheiden, ob er nun ein REIN geistiges Leben führen will und auf irdisches Glück schon verzichten kann, oder ob er noch in der materiellen Ebene sein Glück machen will. Diese Entscheidung muss nicht unbedingt mit einem Geschlechtspartner etwas zu tun haben, doch oft ist es so. Hier übernimmt der Mensch eine Aufgabe. Eine Verpflichtung, die er auf Erden erfüllen will und muss. Ob diese Verpflichtung nun eine Familie ist, eine Karriere im Beruf, oder auch eine ideelle Vorstellung, die er im Irdischen verwirklichen will, spielt dabei keine Rolle. Wichtig alleine ist, dass der Mensch hier vor eine Entscheidung gestellt wird. Er ringt mit sich selbst, um diese Entscheidung treffen zu können.
Hier kommt auch das Schicksal zu Hilfe und der Mensch trifft Leute, die ihn auf die eine oder andere Seite bringen. Es ist egal, für welche Seite der Mensch sich hier entscheidet, er wählt immer die richtige Seite, nämlich die, die er braucht, um Fortschritte machen zu können. Wichtig alleine, ist zu erfahren, dass man in einem Zwiespalt, der Probleme verursacht, einfach eine ENTSCHEIDUNG treffen muss. Dann ist auch das Problem beseitigt.

Viele Menschen verharren in solchen Situationen, in denen sie eine Entscheidung treffen müssen. Zu dem Anderen will man hin, und den Einen will man nicht verletzen - loslassen. So hängt der Mensch IN seinen Problemen fest, die immer stärker werden – so lange, bis er eine Entscheidung getroffen hat. Wer sich also noch im materiellen Leben ausleben muss, wird sich für diese Richtung entscheiden. Wer glaubt, dass er schon genügend Erfahrung hat, um hier den geistigen Weg fortzusetzen, wird sich für jene Richtung entscheiden. Doch hat er nicht genügend Erfahrung, wird er unweigerlich wieder auf die materielle Ebene zurückgeworfen, um diese Erfahrungen nachholen zu können. Man kann also nichts überspringen, keine Erfahrung auslassen. Denn auf dem weiteren Weg ist diese Erfahrung eben unbedingt nötig. Wer sie übersprungen hat, muss wieder zurück und diese neu sammeln.

Urheberrechtlich geschütztes Material
©Demetrius Degen

Mehr im Buch:


Bestellung Amazon
Bestellung Schweiz:

Counter