Die Bewusstseinsstufen des Menschen 1/7

1. Teil

1. Der Magier:

Zahl 1 und der Buchstabe ALEPH sind der Beginn einer Entwicklung. Die göttliche Zahl 1 ist die Zahl, aus der alle weitere Zahlen hervorgehen, bis in die unendliche Vielfalt. Der Buchstabe ALEPH ist in der Buchstabenreihe der Anfang, bis zum Ende des Alphabets.
Die erste Stufe ist das Bewusstwerden an sich. Zuvor lebt der Mensch nur nach seinen Sinneswahrnehmungen, er reagiert nur auf äußere Einflüsse, nach der Situation in der er steckt. Wenn aber der eigene Wille dazu kommt, das, was den Menschen im Eigentlichen vom Tier unterscheidet, wird der Mensch bewusst. Er erfährt hier: Ich kann ja etwas wollen, was noch gar nicht da ist! Er wird ein eigenständiges Lebewesen, das dann später, nach und nach, seine Fähigkeiten erkennen wird. Es ist schon alles vorhanden, doch der Magier kann noch nicht damit umgehen. Er muss lernen. Das weiß er jetzt und er fängt an, seine Fähigkeiten auszuprobieren.

2. Die Hohepriesterin:

Zahl 2 und der Buchstabe BETH. Die Zahl 2 bedeutet den Zwiespalt, ein Entzweien, eine gegenseitige Trennung. Auf dieser Zweiheit (dieser Trennung – der Spannung dazwischen) beruht das materielle Leben. Für den göttlichen Geist bedeutet diese Trennung von der Seele den Tod. Aus der Einheit zu fallen und in Materie gebunden zu sein, bedeutet den Tod des Geistes. Die Ursache war die falsche VORSTELLUNG, die als ZWEITES in der Einheit entstand. Das bedeutete die Trennung. Der gerade bewusst gewordene Mensch will wissen, erkennen und verstehen. Er erkennt schon, dass es nicht nur diese materielle Welt geben kann – wo gehen die Toten hin – wo kommt das Leben her? So kommt er auch langsam mit der sogenannten Geisterwelt (der geistigen Welt) in Kontakt.
Hier fängt er auch an, sich mit der geistigen Welt zu beschäftigen. Er denkt über den Tod nach und was danach kommen mag. So ist es nicht verwunderlich, dass er in Kontakt kommt mit Geisterbeschwörung, Tischrücken und dergleichen mehr. Magie fasziniert ihn und er fühlt sich dazu hingezogen. Doch sein schon starker und kritischer Verstand ist überall vorsichtig. Er passt auf, dass er nicht in die schwarze Magie abgleitet. Er will nur ergründen, wie das funktioniert. Es muss doch für diese Phänomene einen Grund geben. So forscht und sucht er weiter.
Dieser Mensch lebt noch in der Scheinwelt, in seiner Illusion, aber er erkennt schon, dass es mehr geben muss und er sucht danach. In Wirklichkeit sucht er schon sein wahres Selbst, aber er weiß noch nicht einmal, wonach er eigentlich sucht. Nur – es MUSS doch noch etwas anderes geben – das weiß er schon. Er findet hier aber noch keine Antworten, die ihn zufrieden stellen.

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